Wir Deutschen sind 2014 mit weniger Energie ausgekommen. Das belegen aktuelle Zahlen der AG Energiebilanzen. Bei der Stromerzeugung denken wir immer grüner. Erneuerbare Energien sind im Alltag angekommen.

Nach ersten Berechnungen hat der Energieverbrauch in Deutschland 2014 bei rund 13.100 Petajoule (PJ) gelegen. Das sind umgerechnet rund 446,5 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE). Das teilt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) mit. Demzufolge wurden 2014 4,8 Prozent weniger Energie als im Vorjahr verbraucht.
Niedrigster Stand seit 1990
Laut AG Energiebilanzen liegt der Energieverbrauch in diesem Jahr auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Grund dafür sei die milde Witterung. Ohne sie hätte der Energieverbrauch nur um rund ein Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.
Wie die AG Energiebilanzen weiter mitteilt, betrifft der Verbrauchsrückgang alle fossilen Energieträger . Erneuerbare Energien hätten dagegen leicht zugenommen. Darüber hinaus rechnet die AG mit einem Rückgang des CO2-Ausstoßes von gut fünf Prozent. Mehr als die Hälfte würde auf die Stromerzeugung entfallen. Aufgrund der milden Temperaturen in diesem Jahr dürften die CO2-Emmissionen laut der AG um etwa ein Prozent gesunken sein.
Strom aus Wasserkraft leicht gesunken
Des Weiteren ist auch der Mineralölverbrauch in diesem Jahr weiter zurückgegangen. Gründe dafür sieht die AG Energiebilanzen in der sinkenden Nachfrage nach schwerem und leichtem Heizöl. Allerdings hätte der Kraftstoffverbrauch insgesamt zugenommen. Der Absatz an Rohbenzin hätte mit einem Anstieg um fünf Prozent sogar ein Rekordniveau erreicht.
Darüber hinaus teilt die AG Energiebilanzen mit, dass auch der Erdgas- und Steinkohleverbrauch in Deutschland zurückgegangen ist. Grund für Letzteres sei auf den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien zurückzuführen.
Insgesamt würden die Erneuerbaren einen Zuwachs verzeichnen. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am gesamten Energieverbrauch sei von 10,4 auf 11,1 Prozent gestiegen. Allerdings sei die Stromerzeugung aus Wasserkraft dagegen um neun Prozent gesunken.
Steigerung der Erneuerbaren am Gesamtanteil
Die Windkraft auf See und an Land konnte laut AG ihren Beitrag um etwas mehr als ein Prozent steigern. Auch die Photovoltaik hat 2014 in Deutschland ein Plus von knapp 14 Prozent erreicht. Insgesamt hat sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 3,3 Prozent erhöht. Am Bruttostromverbrauch hätten die Erneuerbaren einen Anteil von 27,3 Prozent. Im Vorjahr wären es noch 25,4 Prozent gewesen. cle
