Energieeffizienz in Unternehmen ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Die Initiative Energiewende und Klimaschutz unterstützt Handwerksbetriebe deshalb auch die kommenden zwei Jahre.
Karin Birk

Für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist die Steigerung der Energieeffizienz eine ganz wichtige Stellschraube auf dem Weg zur mehr Klimaschutz. "Konsequenter Klimaschutz ist mehr als die Umstellung der Stromversorgung auf Erneuerbare Energien“, sagte sie bei den Berliner Energietagen. Der effiziente Umgang mit Energie spiele ebenfalls eine große Rolle. Gemeinsam mit den anderen Partnern der "Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ bekräftigte sie, dass kleine und mittlere Unternehmen weiter beim Thema Energieeffizienz und Klimaschutz unterstützt und die 2013 gestartete Initiative bis 2018 verlängert werde.
Ohne Mitarbeiter geht es nicht
Stärker als bisher sollte dabei die Motivation der Mitarbeiter in den Fokus gestellt werden: „Klimaschutz im Unternehmen funktioniert nur, wenn die Mitarbeiter mitziehen“, betonte Hendricks. Wie ZDH-Vizepräsident Thomas Zimmer versicherte, ist das Thema Energieeffizienz in Handwerksbetrieben angesichts der geringen Mitarbeiterzahl oft "Chefsache“, gleichwohl integriere das Handwerk das Thema schon jetzt in seine Lehrlings- und Meisterausbildung.
Wissen über Einsparpotenziale breiter zugänglich machen
Erfreulich ist für Zimmer, dass das handwerksspezifische Konzept der Effizienz- und Transferwerkstätten fortgeführt und weiter ausgebaut werden soll. So sollen die bisherigen Erkenntnisse über Einsparpotenziale wie sie in den vergangenen drei Jahren in Umweltzentren des Handwerks für verschiedene Gewerke erarbeitet wurden jetzt noch mehr Kammern und Fachverbänden zugänglich gemacht werden.
Außerdem wollen der Zentralverband des Deutschen Handwerks sowie der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHK) und das Bundeswirtschaftsministerium als weitere Projektpartner das betriebliche Mobilitätsmanagement in Unternehmen stärker in den Vordergrund stellen.
Spezielles Energiebuch soll beim Sparen helfen
Darüber hinaus soll im Handwerk noch die Entwicklung eines "Energiebuches“ gefördert werden. Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, ihre betrieblichen Energiedaten systematisch zu erfassen und zu bündeln. Einsparpotenziale und Fördermöglichkeiten sollen so stärker sichtbar und Verbesserungen anschließend festgehalten werden. Ziel sei es, Handwerksbetriebe für ressourcenschonende und kostensparende Technologien zu sensibilisieren. Denn eines ist für Zimmer klar: "Energieeffizienz dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch dem Betriebsergebnis.“
Weitere Informationen: www.mittelstand-energiewende.de