Marketing aktuell E-Mail-Marketing in Zeiten von Smartphones und Tablets

Die E-Mail zählt inzwischen schon zu den Klassikern unter den Marketingkanälen im Internet. Durch die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets verändert sich jedoch das Nutzungsverhalten und damit auch die Anforderungen auf Seiten der Betriebe.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing". - © Michail Petrov - stock.adobe.com

Die Agnitas AG hat untersucht wie Empfänger E-Mail-Werbung in Zeiten von Smartphones, Tablets und mobilen Betriebssystemen wie Googles Android und Apples iOS lesen und daraus Handlungsempfehlungen für Betriebe abgeleitet.

Damit Ihre Newsletter auf jedem mobilen Endgerät wirklich ideal dargestellt werden, müssten Sie letzten Endes für jedes Mobiltelefon eine eigene Version anbieten. So wäre es theoretisch denkbar, dass Interessenten auf Ihrer Homepage beim Newsletter-Abonnement direkt auswählen können, ob sie die klassische Variante oder beispielsweise eine für das iPhone optimierte Version erhalten möchten. In der Praxis ist eine solche Unterscheidung allerdings kaum sinnvoll. Denn die wenigsten Abonnenten werden einen Newsletter ausschließlich mobil lesen. Und wer auf seinem Desktop-PC nur eine abgespeckte Variante Ihres Newsletters erhält, wird wahrscheinlich schnell enttäuscht sein und das Newsletter-Abonnement unter Umständen kündigen.

Die hohe Kunst beim E-Mail-Marketing ist daher, einen Newsletter so aufzubereiten, dass er auf möglichst vielen verschiedenen Endgeräten optimal und nutzerfreundlich angezeigt wird. Und zwar sowohl auf Desktop-PCs als auch auf Smartphones. Bevor Unternehmen allerdings in überstürzten Aktionismus ausbrechen und vorschnell Ihre Newsletter für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimieren, sollten sie in einem ersten Schritt zunächst einmal eine ausführliche Zielgruppenanalyse durchführen.

Nicht alle lesen mobil

Auch wenn immer mehr Verbraucher über ein Smartphone verfügen und mobil im Internet surfen, muss das noch lange nicht bedeuten, dass auch Ihre Zielgruppe schon gerne unterwegs Newsletter liest. Aktuelle Umfragewerte einer Online-Studie von ARD und ZDF zeigen, dass vor allem Männer aktuell Fans des mobilen Internets sind. So surfen zurzeit 16 Prozent der befragten männlichen Online-Nutzer ab 14 Jahren mit ihrem Handy oder Smartphone mobil im Internet. Bei den Frauen beträgt dieser Anteil dagegen erst zehn Prozent. Weiteres Ergebnis der Nutzerbefragung: Mit steigendem Alter schwindet das Interesse an mobilem Internet spürbar. So sind die meisten Nutzer von mobilem Internet momentan zwischen 14 und 19 Jahre alt (21 Prozent der Befragten). Die 50- bis 59-Jährigen dagegen stellen nur neun Prozent der mobilen Internetnutzer, bei der Zielgruppe der Nutzer ab 60 Jahren sind es sogar erst vier Prozent.

Auch wenn sich in einem HTML-Newsletter das Corporate Design besser vermarkten lässt, sollten Sie weiterhin eine Text-Version Ihres Newsletters anbieten. Die Erfahrung lehrt, dass gerade Smartphones mit älteren Versionen der gängigen Betriebssysteme HTML oftmals nicht richtig darstellen, geschweige denn überhaupt erkennen können. Hier empfiehlt es sich, einen Link in Ihren Newsletter einzubauen, über welchen sich die Inhalte dann in einer HTML-Variante im Internet-Browser des Smartphones öffnen lassen. Verwenden Sie beim E-Mail-Marketing auf jeden Fall den Kodier-Standard Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME Multipart). Dieses Format stellt sicher, dass E-Mails im Text-Format auf einem mobilen Endgerät dargestellt werden, wenn das Smartphone aufgrund eines veralteten Betriebssystems nicht HTML-fähig ist.

Zweigleisig fahren

Sie sollten Ihre Newsletter nicht ausschließlich für mobile Endgeräte optimieren, da der Inhalt beim Aufruf über einen Desktop-PC doch sehr karg wirkt. Es bietet sich daher an, direkt am Seitenkopf des Newsletters – dem sogenannten Header-Bereich – einen Link zu einer Mobile-Web-View einzufügen, die für die Darstellung auf iPhone & Co. optimiert wurde (Beispiel: „Hier klicken für optimierte Darstellung auf dem Handy“). Beachten Sie dabei, dass mobile Websites beim Laden nicht größer als 20 KB sein sollten.Bedenken Sie: Man kann nie davon ausgehen, dass ein Newsletter immer über das gleiche Empfangsgerät abgerufen wird. Ganz im Gegenteil. So rufen Verbraucher den Newsletter eines Online-Händlers vielleicht beim ersten Mal unterwegs auf dem Smartphone auf. Wenn ein Angebot ihr Interesse weckt, wird der Newsletter eventuell zu einem späteren Zeitpunkt beim Online-Shopping am PC erneut geöffnet, um sich noch einmal vor dem Kauf über das aktuelle Angebot zu informieren.

Die vollständige Studie inklusive weitere Handlungsempfehlungen finden Sie unter agnitas.de zum Download.