Neues Live-Event der Internationalen Handwerksmesse Die wichtigen Trends für das Handwerk der Zukunft

Internet der Dinge, Employer Branding, Kreislaufwirtschaft, Robotik oder 3D-Druck sind nur ein paar der Top-Themen, die das Handwerk in den nächsten Jahren prägen werden. Der neue Trendradar 2023 schafft einen Navigator für die Betriebe. Erlebbar werden diese Trends im neuen Live-Event Zukunft Handwerk.

Im Zahntechniker-Handwerk hat sich der Zukunftstrend 3D-Druck bereits etabliert. - © M.Dörr & M.Frommherz

In Kooperation mit ausgewählten Experten von verschiedenen Handwerksgewerken und Fachverbänden hat die GHM, Gesellschaft für Handwerksmessen, und die Trend- und Strategieberatung TRENDONE den Trendradar 2023 erstellt.

Er ordnet die Zukunftstrends den vier großen Themenkreisen „Arbeit & Kultur“, Digitalisierung & Technologie“, Kommunikation & Betriebe“ sowie „Werte und Nachhaltigkeit“ zu. Zudem wird anhand von Experteneinschätzungen bewertet, welche Bedeutung und welchen Einfluss die einzelnen Trends in Zukunft auf die Geschäftsfelder des Handwerks haben könnten.

Zukunft Handwerk vom 8. bis 10. März in München

Beim neu geschaffenen branchenübergreifenden Event "Zukunft Handwerk" werden diese Top-Trends erlebbar gemacht. Parallel zu den vielen Innovationen, die bei der Internationalen Handwerkmesse vom 8. bis 12. März 2023 in München zu sehen sind, werden beim neuen 3-tägigen Event-Format der Zukunft Handwerk vom 8. bis 10. März prominente Branchenvertreter gemeinsam mit Politikern, Influencern und Wissenschaftlern über die Zukunftschancen im Handwerk diskutieren.

Teilnehmenden Handwerksunternehmern bietet die Zukunft Handwerk die optimale Gelegenheit, sich Inspirationen für die Weiterentwicklung des eigenen Geschäfts zu holen und beim gemeinsamen Networking wichtige Branchenkontakte zu knüpfen. Und auch wer nicht persönlich vor Ort sein kann, hat dank des hybriden Formats der Zukunft Handwerk die Chance über ein Streaming-Angebot günstig an dem Live-Event teilzunehmen.

In insgesamt mehr als 50 Sessions werden auf der Zukunft Handwerk Themen wie Energiewende und Klimaschutz, Recruiting oder auch Diversity diskutiert. Das Bühnenprogramm mit politischen Spitzenvertretern, wie dem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und bekannten Referenten wie Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar und dem Publizisten Richard David Precht, wird von Netzwerk-Formaten und Abendveranstaltungen abgerundet.

Die Trendmap 2023 zeigt die wichtigsten Zukunftstrends des Handwerks. Foto: Zukunft Handwerk

Eins der Top-Themen für das Handwerk der Zukunft könnte laut dem Trendradar der 3D-Druck werden. Auch wenn die Technologie nicht ganz neu ist, hat sie erst in den vergangenen Jahren den Durchbruch hin zur massenhaften Verbreitung geschafft. Denn 3-Drucker sind inzwischen nicht nur leistungsfähiger, sondern es gibt sie auch in kompakten und bezahlbaren Varianten, die für den Einsatz im Handwerk prädestiniert sind.

Nach einer Analyse des Marktforschungsinstitutes Allied Market Research bezifferte sich der weltweite Umsatz für 3D-Druck im Jahr 2020 bereits auf mehr als 13 Milliarden US-Dollar. Und laut Prognosen der Analysten, soll der Markt in den nächsten Jahren noch stark wachsen. So geht Allied Market Research von einem jährlichen Wachstum von mehr als 22 Prozent aus, womit der Gesamtumsatz bis 2030 die Schwelle von 90 Milliarden Dollar erreichen könnte.

Zahntechniker und Augenoptiker nutzen gedruckte Modelle

Auch im Handwerk findet der 3D-Druck inzwischen viele Anwendungsfelder. Zahntechniker nutzen 3D-Drucker heute bereits, um Modelle, Prothesen und Bohrschablonen herzustellen. Dafür scannt der Zahnarzt zunächst den Kiefer des Patienten und kann danach mit einer Software ein 3D-Modell erstellen. Die generierte Datei lässt sich dann vom 3D-Drucker verarbeiten.

Zahntechniker sind nicht das einzige Gesundheitshandwerk, dass die Technologie bereits für sich entdeckt hat. So gibt es Hörgeräteakustiker, die Ohrpassstücke mit Hilfe des Druckers produzieren. Dafür wird eine Silikon-Abformung des Ohres gescannt und über den Computer mit einer Modelliersoftware bearbeitet, bevor das fertige Produkt vom Drucker ausgegeben werden kann.

Auch bei Augenoptikern haben sich 3D-Drucker schon einen Platz verschafft. So kann mit einem 3D-Scan die Kopf- und Gesichtskontur des Brillenträgers ausgemessen werden und anhand der Daten ein exakt angepasstes Modell vom Drucker hergestellt werden. Diese Brillen sich nicht nur ideal auf seinen Träger angepasst, sondern dank dem bevorzugt verwendeten Druckmaterial Polyamid besonders leicht und sehr belastbar.

Ganze Häuser lassen sich mit 3D-Druckern bauen

In der Bauwirtschaft stoßen 3D-Drucker ebenfalls auf zunehmendes Interesse. So wurde etwa im schwäbischen Wallenhausen ein Wohnhaus errichtet, das zum Zeitpunkt seiner Umsetzung als das bisher größte mit 3D-Druck gebaute Gebäude Europas galt.

Der eingesetzte 3D-Drucker benötigte dabei für einen Quadratmeter doppelschalige Wand rund fünf Minuten. So konnte mit nur zwei Technikern, die die Maschinen bedienen, innerhalb von 25 Stunden ein ganzes Stockwerk entstehen, für das bei einer herkömmlichen Ziegelbauweise vier bis fünf Maurer fast eine Woche beschäftigt wären.

Auch Autozulieferer aus dem Handwerk nutzen 3D-Druck. Etwa zur Herstellung von Prototypen, die sich auf diesem Weg schneller und kostengünstiger als früher produzieren lassen.

Dies sind nur ein paar Beispiele, die zeigen, dass 3D-Druck längst nicht mehr nur für große Industrieunternehmen, sondern auch für mittelständische Handwerksbetriebe einer der Top-Trends der Zukunft ist.

Wer mehr über die Zukunftstrends im Handwerk erfahren möchte, kann sich jetzt noch für die Internationale Handwerkmesse und den neuen Branchentreff Zukunft Handwerk anmelden.