Marketing aktuell Die eigene Webseite als Fundament im Online-Marketing

Ob Social Media, E-Mail oder Suchmaschine – es gibt zahlreiche Möglichkeiten über das Internet für den Betrieb zu werben. Der Einstieg ins Online-Marketing sollte in der Regel aber über die Gestaltung einer eigenen Webseite führen, die den Ausgangspunkt für alle anderen Marketinginstrumente darstellt.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing". - © Michail Petrov - stock.adobe.com

Wer sich im Internet eine eigene Identität schaffen will, legt sich am besten zuerst eine eigene Webseite an. Sie sollte die erste Anlaufstelle für (potentielle) Kunden werden, die sich über ihren Betrieb informieren möchten oder mit Ihnen in Kontakt treten wollen. Wichtig ist, dass ihre Webseite über den Einsatz von Farben, Schriften, Logos und Bildern ein stimmigen Gesamtauftritt ergibt und ausdrückt, für welche Werte und Leistungen ihr Unternehmen steht. Nicht weniger wichtig ist der Information sgehalt der Seite. Beschreiben Sie ihr Angebot ausführlich und bieten Sie Kontaktmöglichkeiten wie E-Mail, Telefon oder Fax.

Den Stellenwert der eigenen Webseite belegt auch eine aktuelle Umfrage der Beratungsagentur Absolit unter 727 Betrieben. 92,8 Prozent der Unternehmen setzen auf eine ansprechende Internetpräsenz als Grundstein für erfolgreiches Online-Marketing. Andere Online-Kanäle können die Firmenpräsenz mit einer eigenen Homepage nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. "Wer zugunsten von Social Web der Homepage entsagt, stellt sich selbst ein Bein”, sagt Studienautor Torsten Schwarz.

E-Mail bleibt wichtig

An zweiter Stelle sieht die Studie mit 86,4 Prozent das E-Mail-Marketing. Auch in Zeiten von Facebook und Twitter ist die klassische E-Mail noch lange nicht tot. Im Gegenteil, sie ist bis heute die wirkungsstärkste Möglichkeit über das Internet direkt einen spezifischen Kundenkreis zu erreichen und gezielt anzusprechen.

Doch angeschrieben werden kann nur, wenn die Adressdaten potenzieller Kunden bekannt sind. Ist das nicht der Fall, können die Vorzüge von Suchmaschinenmarketing und -optimierung genutzt werden, die allerdings nur in Kombination mit einer eigenen Homepage funktionieren. Hier tritt der Kunden aus seiner passiven Rolle hervor und sucht aktiv nach Ihnen und Ihren Angeboten, die er über die Suchmaschine auf Ihrer Webseite findet.

Der Hype um Social Media scheint im Hinblick auf die tatsächliche Anwendung der Marketingkanäle von Unternehmen hingegen übertrieben. Nur drei von fünf Unternehmen (61,2 Prozent) haben Social Media in ihren Marketing-Mix eingebunden. Entscheidend für den Sinn von Werbung über Facebook und Co. ist eben, ob ihre potenziellen Kunden diese Plattformen überhaupt nutzen. Trotz der steigenden Präsenz in verschiedenen Alter sgruppen, werden noch vornehmlich jüngere Zielgruppen erreicht. sg