Tipps für angenehmes Pendeln Pendeln: Tipps für Azubis

Pendeln zur Arbeit oder zur Berufsschule gehört für viele Azubis zum Alltag. Mit der Fahrt zum Ausbildungsort und zurück sind Stress und ein erheblicher Zeitaufwand verbunden, die Freizeit und Privatleben einschränken. Hier gibt es Tipps, wie man sich Pendeln zu Nutze machen kann.

Für viele gehört Pendeln zum Alltag - ob nun Azubi, Geselle oder Meister. - © Pink Badger/Fotolia

Melina wohnt schon seit ihrer Kindheit in einem kleinen Ort bei Nürnberg und absolviert eine Ausbildung zur Textilreinigerin. Mit ihrem Auto fährt sie die rund 15 Kilometer zu ihrer Berufsschule. Die meiste Zeit der Ausbildung verbringt sie allerdings im ausbildenden Textilpflegebetrieb im 120 Kilometer entfernten Schweinfurt.

Manchmal fährt sie die drei Stunden hin und zurück mit dem Auto, meistens aber reist sie mit dem Zug zur Arbeit. Das ist günstiger. Eine Wohnung in Schweinfurt kann sich Melina mit ihrem Ausbildungsgehalt nicht leisten und auch sonst stellt sie das Pendeln vor eine finanzielle Herausforderung. Auch wenn die Bahn günstiger ist, reißen die Fahrtkosten ein Loch in ihr Konto.

Immer mehr Pendler

Außerdem kostet sie die Bahnfahrt weniger Geld, dafür mehr Zeit. Deshalb muss sie oft auf ihren wöchentlichen Fechtunterricht verzichten. Um acht Uhr morgens muss Melina bereits in der Arbeit sein; also steht sie jeden Morgen um fünf auf. Gegen 17 Uhr tritt sie die Heimfahrt an. Erst gegen 19 Uhr ist Melina zu Hause, wenn der Zug keine Verspätung hat.

Geschafft von der langen Fahrt und der Arbeit setzt sie sich meist nur noch vor den Fernseher, isst etwas und geht ins Bett. Für Hobbys, Familie und Freunde hat sie wenig Zeit.

So oder ähnlich geht es vielen Auszubildenden. Das lange Pendeln mit Bus, Bahn, Auto oder mehreren Verkehrsmitteln ist stressig, teuer und raubt kostbare Freizeit. Laut Ergebnissen des Mikrozensus für das Jahr 2008 vom Statistischen Bundesamt nehmen immer mehr Erwerbstätige längere Arbeitswege in Kauf. Bei mehr als 16 Prozent der Berufstätigen lag die Arbeitsstätte 2008 mindestens 25 Kilometer vom Wohnort entfernt.

Der Arbeitsmarkt fordert diese Flexibilität. Das Pendeln ist aus der mobilen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Wegen des Jobs müssen immer mehr Menschen eine längere Anfahrt zur Arbeit in Kauf nehmen. Oft leiden jedoch Familie, Freunde und Hobbys darunter.

Ist Pendeln gesundheitsschädlich?

Aber Pendeln – ob mit Auto oder Bahn – kann auch gesundheitliche Auswirkungen haben. Laut Steffen Häfner von der Universitätsklinik Tübingen gilt als Pendler, wer täglich mehr als 45 Minuten für die Hin- oder Rückfahrt zur Arbeit benötigt, also mehr als eineinhalb Stunden am Tag unterwegs ist.

Häfner erklärt in einem Interview mit "AOK-on": "Häufige und auffällige gesundheitliche Beeinträchtigungen von Pendlern sind Nacken- oder Schulterschmerzen, übermäßiges Schlafbedürfnis, Kopfschmerzen, Erschöpfbarkeit, Mattigkeit und Schwindelgefühl. Da Pendler meist früher aufstehen müssen, leiden sie häufiger unter Schlafmangel, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten."

Oft würden sie mit dem grauenvollen Gedanken an die bevorstehende lange Heimfahrt in einem völlig überfüllten Zug von der Arbeit abschweifen. "Bei der Hinfahrt dagegen steht der Pendler stets unter dem Druck, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen. Er muss Staus, Gleisarbeiten, Ausfall von öffentlichen Verkehrsmitteln und das tägliche Risiko des Zuspätkommens stets einplanen."

Häfner ist davon überzeugt, dass viele Menschen den Zeitaufwand von Pendeln unterschätzen und so immer wieder in Stress geraten. Das schlägt auf die Gesundheit. Doch Stress und Ärger lassen sich vermeiden, wenn die Zeit richtig genutzt wird.

Oberstes Pendler-Gebot: Zeit richtig einteilen

Wer mit der nötigen Gelassenheit an die täglichen Fahrten geht, kann sich Ärger ersparen. Verschiedene Tipps helfen dabei, sich die Zeit sinnvoll zu vertreiben, und sorgen dafür, dass Sie nicht die Lust am Job verlieren.

Auf der Onlinebörse pendlernetz.de für regelmäßige Fahrgemeinschaften können Nutzer nach der Registrierung ein Inserat mit Start- und Zieladresse veröffentlichen und eine geeignete Mitfahrgelegenheit suchen.

Die MiFaZ.de ist eine Onlinevermittlung von Fahrgemeinschaften. Nutzer können die gewünschten Strecken in Form von Angeboten und Gesuchen inserieren und mit einer Karte und intelligenter Umkreissuche nach Einträgen suchen.

Auf pendlerservice.de   erhalten Sie Informationen rund um das Thema Pendeln. Auf der Website gibt es einen Fahrkostenrechner, Benzinspartipps, spezielle Infos für Pendler mit dem Auto, Bus oder Bahn bzw. Fahrrad und eine Suche nach Mitfahrgelegenheiten.

Der Arbeitsmarkt fordert diese Flexibilität. Das Pendeln ist aus der mobilen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Wegen des Jobs müssen immer mehr Menschen eine längere Anfahrt zur Arbeit in Kauf nehmen.  Oft leiden jedoch Familie, Freunde und Hobbys darunter.

Stress geht zulasten der Gesundheit

Aber Pendeln – ob mit Auto oder Bahn – kann auch gesundheitliche Auswirkungen haben. Laut Steffen Häfner von der Universitätsklinik Tübingen gilt als Pendler, wer täglich mehr als 45 Minuten für die Hin- oder Rückfahrt zur Arbeit benötigt, also mehr als eineinhalb Stunden am Tag unterwegs ist.

Häfner erklärt in einem Interview mit "AOK-on": "Häufige und auffällige gesundheitliche Beeinträchtigungen von Pendlern sind Nacken- oder Schulterschmerzen, übermäßiges Schlafbedürfnis, Kopfschmerzen, Erschöpfbarkeit, Mattigkeit und Schwindelgefühl. Da Pendler meist früher aufstehen müssen, leiden sie häufiger unter Schlafmangel, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten."

Oft würden sie mit dem grauenvollen Gedanken an die bevorstehende lange Heimfahrt in einem völlig überfüllten Zug von der Arbeit abschweifen. "Bei der Hinfahrt dagegen steht der Pendler stets unter dem Druck, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen. Er muss Staus, Gleisarbeiten, Ausfall von öffentlichen Verkehrsmitteln und das tägliche Risiko des Zuspätkommens stets einplanen."

Häfner ist davon überzeugt, dass viele Menschen den Zeitaufwand von Pendeln unterschätzen und so immer wieder in Stress geraten. Das schlägt auf die Gesundheit. Doch Stress und Ärger lassen sich vermeiden, wenn die Zeit richtig genutzt wird.

Oberstes Gebot: Die Zeit richtig einteilen

Wer mit der nötigen Gelassenheit an die täglichen Fahrten geht, kann sich Ärger ersparen. Verschiedene Tipps helfen dabei, sich die Zeit sinnvoll zu vertreiben, und sorgen dafür, dass Sie nicht die Lust am Job verlieren.

Auf der Onlinebörse pendlernetz.de für regelmäßige Fahrgemeinschaften können Nutzer nach der Registrierung ein Inserat mit Start- und Zieladresse veröffentlichen und eine geeignete Mitfahrgelegenheit suchen.

Die MiFaZ.de ist eine Onlinevermittlung von Fahrgemeinschaften. Nutzer können die gewünschten Strecken in Form von Angeboten und Gesuchen inserieren und mit einer Karte und intelligenter Umkreissuche nach Einträgen suchen.

Auf pendlerservice.de erhalten Sie Informationen rund um das Thema Pendeln. Auf der Website gibt es einen Fahrkostenrechner, Benzinspartipps, spezielle Infos für Pendler mit dem Auto, Bus oder Bahn bzw. Fahrrad und eine Suche nach Mitfahrgelegenheiten.

Seite 3: Tipps fürs Pendeln mit dem Auto und mit der Bahn.>>>

Allgemein gilt :

  • Fahren Sie rechtzeitig los.
  • Abweichende Arbeitszeitregelungen mit dem Chef klären – oft können für Pendler flexible Arbeitszeiten eingerichtet werden.
  • Meiden Sie die Rushhour._ Kosten und Zeitaufwand genau abklären.
  • Für ausreichend Schlaf und Ausgleich sorgen.
  • Erstellen Sie sich einen genauen Zeitplan für Fahrzeiten, Erledigungen und private Aktivitäten für die Zeit zu Hause sowie währendder Fahrt – so lässt sich Freizeit besser planen.
  • Geben Sie der Fahrt mit einer sinnvollen Beschäftigung einen Sinn. So haben Sie das Gefühl, die Zeit nicht zu verschwenden.
  • Fahrtkosten müssen laut Gesetz nicht vom Ausbildungsbetrieb erstattet werden. Es empfiehlt sich beim Arbeitgeber nach einem Fahrgeldzuschuss zu fragen.
  • Bleiben Sie gelassen auch bei Stau und Verspätung.
Pendeln mit dem Auto
  • Hören Sie Ihre Lieblingsmusik.
  • Ein spannendes Hörbuch steigert die Vorfreude auf die Autofahrt.
  • Wie wäre es mit einem Sprachkurs zum Mitsprechen? Weiterbildung und Kurzweil in einem.
  • Notwendige Telefonate mit Freisprechanlage führen.
  • Fahrgemeinschaften z.B. über Mitfahrzentralen bilden.
  • Wenn der Verkehr steht: Tief und ruhig vom Bauch in die Nase atmen. Das versorgt den Körper zusätzlich mit Sauerstoff.
  • Mitfahrgelegenheit suchen.
Pendeln mit der Bahn
  • Vermeiden Sie unnötiges Umsteigen.
  • Nehmen Sie sich ein gutes Buch mit auf die Fahrt.
  • Mit Arbeitsunterlagen ausgestattet können Sie sich auf den Tag vorbereiten oder etwas nacharbeiten.
  • MP3-Player in die Ohren und abschalten.
  • Smartphones sind wahre Unterhaltungskünstler: Planen Sie ihrenAbend, spielen Sie ein Spiel, checken Sie E-Mails oder erledigen Sie Telefonate.
  • Bahnfahren eignet sich hervorragend zum Handarbeiten.
  • Zu müde zum Lesen oder Weiterarbeiten? Vorteil beim Bahnfahren:Schlafen Sie ein wenig.

Hilfreiche Links

Auf aok-on.de finden Sie das vollständige Interview mit Dr. Häfner von der Uniklinik Tübingen über die Auswirkungen von Stress beim Pendeln und wie man diese verhindern kann.

Autorin: Bianca Flachenecker