Suchmaschinen-Marketing, kurz "SEO" genannt, ist eines der heißesten Eisen im Online-Marketing. Denn gefunden zu werden ist die Kernforderung jeder Online-Strategie. Das Thema ist allerdings recht unüberschaubar geworden und ohne fachliche Unterstützung von außen ist kaum mehr ein Überblick zu gewinnen.
Nils-Peter Hey

Um den Überblick zu behalten, hält man sich also einen Dienstleister, die es in stark wechselnder Qualität zu tausenden gibt, oder baut ein eigenes Team auf. Dieses muss sicherstellen, dass die eigene Website immer auf den Top-Plätzen bei Google zu finden sind. Ein Mittel dazu: der Backlink.
Was ist ein "Backlink"?
Warum wird die eine Website hoch "gerankt", also weit oben in der Ergebnisliste präsentiert, und eine andere nicht? Vereinfacht gesagt: Google möchte, dass eine Suchanfrage zu "Schreinerei München" auch zu einem Schreiner oder einem Kenner des Themas aus Bayerns Landeshauptstadt führt und nicht zu einer Spenglerei aus Hamburg. Die Antwort, wie das funktioniert, versteckt sich in dem viel zitierten "Algorithmus" von Google. Das ist ein Programm, das anhand bestimmter Kriterien festgelegt, wie gut eine Seite zu einem Suchbegriff passt.
In diesem Algorithmus stecken unüberschaubar viele Kriterien (niemand weiß es genau). Zwei Gewichtige sind Anzahl und Qualität von "Backlinks". Wortwörtlich genommen sind das Rückverweise auf die zu bewerbende Website. Googles Philosophie: Auf wen oft verlinkt wird, der ist relevanter, bekannter und beliebter als jemand, auf den nur wenige verweisen.
Links hat es im Internet immer gegeben. Sie sind das Benzin des WWW. Schon vor 15 Jahren war es guter Ton Webseiten, die einem gefielen, mittels Link zu empfehlen. Nichts Neues also? Das Spiel ist interessant geworden, als findige Suchmaschinen-Optimierer begannen, aus dem ursprünglich privat motivierten Tauschen von Links eine Industrie zu machen.
Böse Falle: Link-Farming
Um Google auszutricksen zog man mit Software-Unterstützung Linklisten ("Link-Farmen") unter verschiedenen Internet-Adressen hoch. Ziel: Google vorgaukeln, dass die beworbene Website besonders relevant sein müsste.
Heutzutage können alle Suchmaschinen zuverlässig erkennen, was eine Link-Farm ist und was nicht. Websites, deren Adressen in Link-Farmen auftauchen, werden heute ganz offiziell entwertet und durch Listung irgendwo weit hinten bestraft. Sollte Ihnen also jemand diese Art des Beschaffens von Backlinks andrehen wollen, setzen Sie ihn schnell wieder vor die Tür.