KfW-Programm Das ist die neue Neubauförderung ab März 2023

Das neue KfW-Förderprogramm "Klimafreundlicher Neubau" startet Anfang März. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes zeigt sich enttäuscht über Höhe und Ausgestaltung. Das sind die neuen Konditionen.

Neubausiedlung in Schwerin: Ab März können Bauherren wieder Anträge auf Neubauförderung stellen. - © Aufwind-Luftbilder - stock.adobe.com

Ab dem 1. März können Bauherren nach neuen Kriterien wieder Anträge auf Neubauförderung stellen. "Wir stellen ein Förderprogramm zur Verfügung mit 750 Millionen Euro", sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) mit Blick auf das neue Förderprogramm "Klimafreundlicher Neubau". Voraussetzung für die Neubauförderung sei ein hoher ökologischer Standard. So gebe es die zinsverbilligten Kredite der KfW-Förderbank nur bei Bauten mit dem Effizienzhausstandard EH40. Noch höher falle die Förderung bei dem Effizienzhausstandard EH40 mit dem Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude" aus. Zuvor hatte sie schon eine neue Eigentumsförderung für einkommensschwächere Familien in Höhe von 350 Millionen Euro ab Juni 2023 angekündigt.

Pakleppa: Fördervolumen nur Tropfen auf den heißen Stein

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hält die Förderung für nicht ausreichend. "Das angekündigte Fördervolumen von 1,1 Milliarden Euro ist ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Wohnungssuchende, Bauherren und Investoren würden in der derzeitigen extremen Kostenbelastung aus immensen Bauzinsen und hohen Materialpreisen allein gelassen, während die Auftragseingänge im Wohnungsbau immer weniger würden.

Zudem würden mit der Bindung der Förderung an den EH40-Standard und mit der Zertifizierung potentielle Bauherren zusätzlich doppelt belastet. Denn die Erreichung dieses Standards sei bei einem Einfamilienhaus mit Mehrkosten von rund 25.000 Euro verbunden. Zum anderen entstünden weitere Kosten durch die Zertifizierung. "Mit dieser Förderpolitik kann keines der Wohnungsbauziele erreicht werden", warnte Pakleppa.

Neubauförderung 2023: Bund fördert Wohnbau-Darlehen von bis zu 150.000 Euro

Wie das Bundesbauministerium weiter mitteilte, steht das Förderprogramm "Klimafreundlicher Neubau" für den Bau oder Erwerb von klimafreundlichen Wohn- und Nichtwohngebäuden zur Verfügung. Anträge können nach den Richtlinien Privatpersonen, Unternehmen, Investoren und Genossenschaften stellen. Dabei werden bei klimafreundlichen Wohnbauten mit einem EH-40-Standard bis zu 100.000 Euro der förderfähigen Kosten pro Wohneinheit mit einem zinsverbilligten Kredit gefördert. Bei Gebäuden, die das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) erreichen würden bis zu maximal 150.000 Euro gefördert.

Zuschüsse nur für kommunale Gebietskörperschaften

Für kommunale Gebietskörperschaften soll es darüber hinaus eine Zuschussförderung für klimafreundliche Bauten geben. So soll es für klimafreundliche Wohngebäude einen Zuschuss von fünf Prozent auf maximal 100.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit geben. Erreicht das Gebäude den noch höheren QNG-Standard soll es 12,5 Prozent auf maximal 150.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit geben.

Anspruch auf Förderung besteht nicht

Und weiter heißt es zu den Fördervoraussetzung: "Einen Rechtsanspruch des Antragstellers auf die Förderung besteht nicht." Auch stehe die Förderung unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel. Daneben setze die Förderung voraus, dass ein Energieeffizienz-Expertin oder ein Energieeffizienz-Experte aus der Expertenliste www.energie-effizienz-experten.de die Einhaltung der technischen Anforderungen prüfe.