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Steuertipp Befreiung von der USt-Sondervorauszahlung 2021: So klappt´s

Von der Corona-Krise gebeutelte Betriebe können ab sofort einen Antrag auf Befreiung von der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für das Jahr 2021 beim Finanzamt stellen. Darauf haben sich die Finanzverwaltungen von Bund und Ländern geeinigt. Welche Voraussetzungen gelten.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Coronavirus

Wie schon im vergangenen Jahr können sich Betriebe auch 2021 von der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung befreien lassen. Darauf haben sich die Finanzverwaltungen von Bund und Ländern verständigt, wie das Land Brandenburg in einer Pressemitteilung mitteilte. Zuvor hatte sich unter anderem der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) für eine Fortführung der Maßnahme eingesetzt.

Die Corona-Steuererleichterung richtet sich an Unternehmen mit einer Dauerfristverlängerung. Diese erlaubt es Betrieben, eine monatliche Umsatzsteuervoranmeldung erst einen Monat nach der ursprünglichen Abgabefrist beim Finanzamt einzureichen. Damit eine Dauerfristverlängerung gewährt wird, sind die Unternehmen üblicherweise zu einer Sondervorauszahlung verpflichtet, welche Ende des Jahres mit der Umsatzsteuer-Voranmeldung verrechnet wird. Eine Befreiung von der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung verschafft Betrieben mehr Liquiditätsspielraum in der aktuell angespannten Corona-Pandemie, ohne dass der Fiskus tatsächlich auf Geld verzichten muss.

Diese Voraussetzungen gelten

Für eine Befreiung müssen Antragsteller nachweisen können, dass ihr Unternehmen von den Corona-Eindämmungsmaßnahmen wirtschaftlich unmittelbar und nicht unerheblich negativ betroffen ist. Was darunter genau zu verstehen ist, ist nicht genauer definiert. Das Bundesfinanzministerium schreibt hierzu in einem FAQ: "Den Finanzbehörden reichen plausible Angaben des Steuerpflichtigen, dass die Corona-Krise schwerwiegende negative Auswirkungen auf seine wirtschaftliche Situation hat."

Antrag auf Erstattung bis Ende März möglich: So gehen Sie richtig vor

Wie das Land Brandenburg mitteilt, sind die Finanzämter gehalten, entsprechend begründete Anträge positiv zu bescheiden. Dabei soll grundsätzlich auf sonst übliche Nachweispflichten verzichtet werden. Die Regelung tritt ab sofort in Kraft, Anträge können bis zum 31. März 2021 gestellt werden. Bereits gezahlte Beträge werden von den Finanzämtern in voller Höhe erstattet. An der Dauerfristverlängerung ändert sich durch die Erstattung der Sondervorauszahlung nichts.

Betriebe können den Antrag in Elster-Online über das Formular "Antrag auf Dauerfristverlängerung – Anmeldung der Sondervorauszahlung" (USt 1 H) ausfüllen und anschließend elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Hierfür in Zeile 22 den Wert "1" eintragen (= berichtigte Anmeldung) und in Zeile 24 den Wert "0" (= Sondervorauszahlung 0 Euro). Unter "Ergänzende Angaben zur Steueranmeldung" ist der Antrag zu begründen.

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