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Steuertipp Baukindergeld: Risiko bei weiteren Immobilien

In einem neuen Merkblatt der KfW und des Innenministeriums wird explizit ausgeführt, welche Anforderungen an das Wohneigentum gestellt werden, damit Käufer von Eigenheimen bzw. Bauherren in den Genuss des Baukindergelds von 1.200 Euro je Jahr und Kind für zehn Jahre kommen können. Ein Überblick.

Danach wird in diesem neuen Merkblatt klargestellt, dass nur dann ein Anspruch auf Baukindergeld besteht, wenn das neue Eigenheim am Tag, an dem der Kaufvertrag unterschrieben oder die Baugenehmigung erteilt wurde, die einzige Immobilie darstellt. Sofern der Haushalt (Antragsteller, Ehepartner, Partner im Rahmen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und Kinder) bereits über Eigentum an einer selbstgenutzten, vermieteten, durch Nießbrauch genutzten, unentgeltlich überlassenen oder leerstehenden Wohnung in Deutschland zur Dauernutzung verfügt, ist die Förderung durch Baukindergeld nicht möglich.

Beispiel: Sie sind verheiratet und erwerben ein Eigenheim. Ihre beiden minderjährigen Kinder sind Eigentümer einer geerbten Immobilie, die vermietet wird. Folge: Die vermietete Immobilie der zum Haushalt gehörenden Kinder schließt die Zahlung von Baukindergeld aus.

Tipp: Baukindergeld wird zudem nur bezahlt, wenn die Kosten für den Eigentumserwerb ohne Erwerbsnebenkosten höher sind als die Förderung durch das Baukindergeld. Ist das nicht der Fall, schließt das die Förderung mit Baukindergeld aus.

Das neue Merkblatt können Sie hier abrufen.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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