Die Polizei hat in Bayern zwei illlegale Friseurgeschäfte entdeckt und geschlossen. Die improvisierten Salons befanden sich in Kellern von Wohnhäusern. Unter Friseuren wird derweil heftig über die Kosten von Schutzausrüstungen diskutiert.

Gleich zwei illegale Friseurgeschäfte hat die Polizei im bayerischen Landkreis Miltenberg entdeckt. Die Kunden saßen in Kellern von Wohnhäusern, wie ein Sprecher der Polizei berichtete. Die beiden Friseure seien professionell ausgestattet gewesen.
In einem Keller in Elsenfeld warteten zwei Personen auf ihre Haarschnitte. In Mömlingen ertappten die Ermittler einen Kunden im Keller. Anwohner hatten ihre Beobachtungen der Polizei gemeldet. Gegen die drei mutmaßlichen Kunden wird nun ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, in Corona-Zeiten gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen zu haben. Die Ermittler überprüfen auch, ob die Friseure ein angemeldetes Gewerbe haben und ob für die Leistungen Geld gezahlt wurde.
Teure Schutzausrüstung
Anfang Mai dürfen Friseure unter Auflagen wieder öffnen - anders etwa als Kosmetiker oder Fußpflegebetriebe. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat in der vergangenen Woche eine Liste veröffentlicht, welche verbindlichen Schutzmaßnahmen für Friseure gelten. Die praktische Umsetzung stößt unter Friseuren allerdings auch auf Kritik. Vor allem die hohen Preise für Schutzausrüstung bereiten vielen Betrieben Kopfzerbrechen. Die Ausstellungs- und Werbegemeinschaft des Friseurhandwerks GmbH hat, in Kooperation mit den Landesinnungsverbänden, Angebote für Hygieneartikel ausgehandelt.
Unmut auf Facebook
Doch das Angebot sagt offenbar nicht allen zu, wie die Diskussion auf der Facebook-Seite des Zentralverbands Friseurhandwerk zeigt. So schrieb eine Nutzerin: "Leider habe ich so etwas befürchtet (...) Enttäuschung wäre noch gelinde ausgedrückt." Eine andere Diskutantin beklagte sich: "Ich bekomme nirgends noch Einwegumhänge, erst ab Juni. Also sitze ich für die Eröffnung ohne da. Wie soll das alles gehen???" dpa/str