Marketing aktuell: Facebook richtig nutzen Die sieben häufigsten Fehler im Umgang mit Facebook

Bei der Nutzung von Social Media gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Wie Sie Facebook für Ihren Betrieb nutzen können und welche Fehler Sie dabei auf keinen Fall machen sollten.

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    Beim Umgang mit Facebook gibt es Besonderheiten zu beachten
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    Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing".

Fan-Seite und private Seite verwechseln

Wenn Sie Werbung für Ihre Produkte oder Dienstleistungen über Facebook verbreiten möchten, sollten Sie das unbedingt über eine Fan-Seite Ihres Betriebs machen. Nutzer, die Ihre Seite mit "Gefällt Mir" markieren, haben damit eindeutig klargemacht, dass sie solche Infos erhalten möchten. Wenn Sie sie jedoch über einen Privat-Account verteilen, könnten Sie Ihre Freunde vergraulen. "Nicht jeder Leser will Ihr Freund werden, und Sie wollen auch nicht alles, was Sie auf Facebook posten, mit Ihren Lesern teilen", schreibt Marketing-Expertin Katrin Weber.

Interessierte vergraulen

Wenn Sie einen neuen Freund auf Facebook hinzugewonnen haben sollten Sie ihm nicht sofort eine Einladung schicken, die eigene Seite zu "liken" oder mit sonstigen Links überfluten. Bleiben Sie zunächst bescheiden und teilen Sie nur nach und nach Ihre Links mit ihm. Die Absicht hinter Ihrer Freundschaftsanfrage wird sonst nur allzu klar und wirkt eher verstörend auf den Einzelnen. Überlegen Sie sich, was Sie mit Facebook erreichen möchten: Der Austausch mit Kollegen oder der mit Ihren potenziellen Kunden?

In Werbegruppen eintreten

Gruppen, die speziell dafür geschaffen wurden, um dort von allen möglichen Seiten Werbung zu verbreiten, sollten Sie meiden. Diejenigen, die Sie erreichen wollen, werden sich kaum für solche Gruppen interessieren. Seien Sie dort, wo Ihre Kunden sind. Wer sich als Kunde für Wärmedämmung interessiert, der wird in einer entsprechenden Gruppe einen Link zu Ihren Leistungen in diesem Bereich sehr viel eher akzeptieren.

Keine Werbung schalten

Neben dem Verbreiten von Informationen zu Ihrem Betrieb auf kostenlosem Wege kann sich auch das Schalten einer Werbeanzeige für Sie auszahlen. Zuerst sollten Sie überlegen, welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten. Also: Alter, Interessen, Ausbildung, und so weiter. Bei der Gestaltung einer Facebook-Anzeige sollten Sie sorgsam und kreativ vorgehen, merkt Tanja Kiellisch, Expertin für Online-Marketing an. Nur wenn sich Ihre Anzeige von den anderen abhebt, wird sie erfolgreich sein. Nutzen Sie eine passende Überschrift, einen anregenden Teaser und ein möglichst auffälliges Foto.

Es mit Werbung nicht übertreiben

Posten Sie nicht zu viel oder zu oft. Das ständige wiederholen des gleichen Inhalts kann aber eine ermüdende Wirkung auf Ihre Kontakte haben und sie eher davon abschrecken, sich dafür zu interessieren. Von Ablehnung des Angebots bis hin zu einem Verlassen Ihrer Fan-Seite sind alle Szenarien denkbar. Forschungen haben gezeigt, dass Seiten, die nur ein- bis dreimal pro Woche etwas neues Posten am erfolgreichsten sind.

Missliebige Beiträge löschen

Wenn sich unter einem Ihrer Beiträge kritische oder gar boshafte Kommentare finden, sollten Sie diese nicht direkt löschen, sondern sie als Anlass zur Selbstreflexion nutzen. Sollte jemand mal so richtig vom Leder ziehen, antworten Sie auf keinen Fall im selben Ton. Reagieren Sie eher sachlich oder ignorieren Sie die Nachricht, falls ihr Inhalt voraussichtlich keinerlei Aussicht auf Wahrung des eigenen Kopfes zulässt. Nach einer Weile können Sie den Kommentar immer noch entfernen.

Keine Hashtags nutzen

Ein sogenannter Hashtag ist ein Schlagwort, dem ein '#'-Zeichen vorangestellt ist. Ziel eines solchen Hashtags ist es, die Auffindbarkeit eines Beitrags zu erhöhen. Wenn Sie also beispielsweise das neue Parkett, das Sie im Angebot haben, mit einem '#parkett' markieren, wird die Meldung leichter von Facebook, Google und Twitter gefunden werden .