Messen bieten Handwerksbetrieben die Möglichkeit, direkt mit anderen Unternehmen und potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen und ihre Produkte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Doch damit Ihr Auftritt ein Erfolg wird, bedarf es einer guten Vorbereitung. Neun Tipps im Überblick.

Bekanntheitssteigerung, Imagebildung oder Direktgeschäft – ein Messebesuch kann sich für Handwerksunternehmer in vieler Hinsicht lohnen. Entscheidend für den Erfolg ist ein durchdachtes Konzept im Vorfeld der Messe. Der Messebauspezialist Expomade hat die wichtigsten Kriterien in einem Leitfaden zusammengestellt.
1. Ziele für die Messe setzen
Messen sind optimale Instrumente um Neukunden zu gewinnen, Innovationen vorzustellen oder bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen. Daher ist es wichtig den Planungsprozess eines Messebesuches mit einer klaren Zieldefinition zu beginnen.
Was soll mir / meinem Unternehmen / meinem Team / meiner Marke dieser Messeauftritt bringen?
Nur so können die Mitarbeiter und die inhaltliche Planung aufeinander abgestimmt und alle Beteiligten auf einen gemeinsamen Weg gebracht werden. 60 Prozent der Erfolgspotenziale werden laut Umfragen aufgrund von einer schlechten Vorbereitungsphase verschenkt.
Halten Sie die Ziele schriftlich fest, um jederzeit überprüfen zu können, ob die Handlung auch das gewünschte Ergebnis liefert. Setzen Sie sich dabei realistische Ziele!
2. Zeitplan beachten
Um nicht kurz vor der Messe in zeitliche Schwierigkeiten zu gelangen, setzen Sie sich klare terminliche Verbindlichkeiten. Je nach Messe können die Zeitpunkte unterschiedlich ausfallen, sollten in der Regel aber immer einen Puffer enthalten.
Die Definition von Zeitpunkten hilft das Projekt zu strukturieren und allen Beteiligten das große Ganze zu verdeutlichen. Durch die festgelegten Timings können auch Engpässe und kritische Stellen herau sgefunden werden auf die besonders zu achten ist. Durch einen Projektplan können solche Zeitpunkte schnell und übersichtlich eingetragen werden.
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3. Das passende Standkonzept
Um einen bestmöglichen und nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen, muss das Standkonzept sowohl zum Unternehmen als auch zur Messe und zur Zielgruppe passen. Damit sind zahlreiche Anforderungen an den Messestand zu stellen, welche alle mit einem System erfüllt werden müssen.
So unterschiedlich die Standkonzepte aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren ausfallen, so sollten jedoch einige Grundfaktoren immer eingehalten werden:
- Stellen Sie eine offene Präsentationsfläche sicher! So kann nicht nur eine gut sichtbare Präsentationsfläche, sondern auch eine einladende Atmosphäre geschaffen werden
- Seien Sie flexibel! Finden Sie ein Messesystem welches Sie flexibel ausstatten können. Mit mobilen Präsentationssystemen wie bspw. Theken oder Rollup Displays kann nicht nur zusätzliche Werbefläche geschaffen, sondern auch immer wieder ein neues Design kreiert werden
4. Eine persönliche Note für den Messestand
Mit dem Messestand spiegeln Sie Ihr Unternehmen und Ihre Leistungen nach außen wieder. Nutzen Sie daher jede Möglichkeit der Personalisierung an ihrem Messestand. So kann nicht nur die Aufmerksamkeit klar gesteuert, sondern auch die eigene Marke gefördert werden. Neben exklusiven Messebauten können mobile Messesysteme durch ein Baukastenprinzip individuell au sgestattet werden. Offene Präsentationsflächen und durchgängige Werbemotive sind die Elemente, die einen flexiblen und dadurch individuellen und vielseitigen Messestand ausmachen.
5. Messegeschenke verführen
Um einen nachhaltigen Erinnerungswert zu schaffen sind Werbemittel eine beliebte Ergänzung für jeden Messestand. Durch Werbeartikel wie Kugelschreiber oder Schlüsselbänder kann der Erinnerungswert, auch nach der Messe, aufrecht erhalten werden.
Das Spektrum reicht von den bekannten Streuartikeln wie Silikonbänder bis hin zu USB-Sticks und teuren Werbepräsenten wie Uhren. So kann im Alltag ein ständiger Kontakt mit der Marken- und Werbebotschaft stattfinden. Die Mitgabe von Werbemitteln führt zudem dazu, dass positive Emotionen geweckt werden und jeder Kunde sich geschmeichelt fühlt.
6. Reden Sie mit den Messebesuchern
Auch wenn Reichweite und Bekanntheit wichtige Ziele für einen Messebesuch sind, aktive Besucher sind der Schlüssel zum Erfolg. Mit aktiven Messestandkomponenten kann die Interaktion gefördert werden. Als Resultat kommen Besucher initiativ an den Stand und können Inhalte direkt vor Ort ausprobieren .
Wenn diese Möglichkeit des "Erlebnis-Marketings" mit der traditionellen Frage "Wie kann ich Ihnen helfen?" verbunden wird, ist sichergestellt, dass sich persönliche und moderne Kundenfreundlichkeit perfekt ergänzen.
Digitale Elemente wie Terminals oder Screens können ideal dazu eingesetzt werden, eine interaktive Ansprache zu fördern. Durch die multimedialen Inhalte können nicht nur Text, sondern auch Videos und sogar Projektionen eingesetzt werden. Durch die Interaktion wird der Besucher zu einem Bestandteil der Aktion und ist unmittelbar mit dem Inhalt verbunden. Die starke Aktivierung der Besucher kann dazu genutzt werden einen engen Kontakt herzustellen und hohes Interesse für das Unternehmen, die Marke oder das Produkt zu schaffen.
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7. Berührungspunkte am Stand schaffen
Wie kaum ein anderes Medium liefert ein strategisch und taktisch au sgefeilter Messestand vielerlei Optionen, um durch "Touchpoints"-Kontakte zu generieren. So können Prospektständer, "Meeting- Points", Sitzgelegenheiten oder Stehtische dazu dienen, die Kontaktaufnahme mit potentiellen Kunden zu unterstützen.
Präsentationssysteme und Kataloge können Interesse wecken und als Gespräch sgrundlage dienen. Platzieren Sie Ihre Botschaft und Unternehmensnamen also auf jeder sich bietenden Möglichkeit am Messestand.
Tragen Sie Ihre Botschaft auch durch aufmerksamkeitsstarke Weise in die Messehalle hinein. Mit den sogenannten Guerilla-Maßnahmen, wie bspw. bewegliche Werbetafeln, verstärkt sich der Multiplikatoreffekt Ihrer Marke durch Einsatz außerhalb Ihres Messestandes auf dem gesamten Messegelände.
8. Machen Sie auf Ihre Messeteilnahme aufmerksam
Ein schlüssiges und umfassendes Marketingkonzept ist der Begleiter einer jeden erfolgreichen Messeteilnahme. Verschaffen Sie Ihrem Unternehmen und Ihrer Marke "Gehör" und Sichtbarkeit - vor, während und nach der Veranstaltung.
Wichtiger Hinweis zur Vorbereitung und Aktivierung einer hohen Besucheranzahl: Im Vorfeld müssen Pressearbeit, Ankündigungen online und offline, Einladungsschreiben, Bekanntmachungen in branchenüblichen Kommunikationsmedien etc. erfolgen. Bitte beachten Sie: Es können je nach Messeart Kunden und meinungsführendes Fachpublikum angesprochen werden.
Erkundigen Sie sich auch beim Messeveranstalter welche Arten der Werbung für die Messe initiiert wird, um eine möglichst hohe Publikumszahl zu erzielen und regen Sie aktiv Kooperationsmöglichkeiten an.
9. Erfolgreich nacharbeiten: Wie Sie auch nach der Messe noch profitieren
Eine Messe ist nicht mit dem letzten Ausstellungstag vorbei. Ein großer Teil der Arbeit beginnt erst danach. Nur sieben Prozent der Besucher kommen auf die Messe mit der Absicht zu kaufen, so dass der Verkaufsprozess häufig im Nachgang stattfindet.
Eine lückenlose Dokumentation ist dabei der entscheidende Faktor, der über einen erfolgreichen Geschäftsabschluss und somit über eine erfolgreiche Messe bestimmt. Ein Dankeschön-Anschreiben sollte als Standardschreiben genutzt werden, um die Besucher nach der Messe noch einmal zu aktivieren und das Interesse aufrecht zu erhalten. So kann das Versprechen, welches am Messestand gegeben wurde, schnell und unkompliziert mit einer Email eingelöst werden. Dieses Schreiben sollte in der Regel innerhalb von 7 Tagen nach der Messe verschickt werden, da sonst ein Großteil der Potenziale verschenkt wird.
Gleichzeitig kann durch die Dokumentation und Auswertung der Kontaktbögen eigene Marktforschung betrieben werden. Interessenschwerpunkte sowie die Qualität der Kontakte können direkt erfasst, au sgewertet und als Analysegrundlage für die Zielerreichung genutzt werden. sg
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