Die Idee klingt verlockend. Handwerksbetriebe, die Waren verkaufen, können mit dem Vertrieb über einen eigenen Onlineshop neue Kunden gewinnen und den Umsatz steigern. Doch Vorsicht: Gerade kleinen Unternehmen unterlaufen häufig Fehler, die schnell unprofessionell und damit geschäftsschädigend wirken können.
Steffen Guthardt

Wenn kleine Handwerksbetriebe Geld über das Internet verdienen wollen, stoßen sie häufig schnell an ihre Grenzen. Häufig liegt die gesamte Koordination – von der Erstellung der Webseite bis zur Abwicklung von Kundenreklamationen – in nur einer Hand. Wächst die Arbeit über den Kopf oder fehlt das nötige Fachwissen über die Mechanismen im Online-Handel, passieren schnell Fehler. Diese kommen dann bei den Kunden als unprofessionelles Management an und führen im schlimmsten Falle zu einem Imageschaden. Deshalb sollten Sie folgende Fehler bei der Erstellung eines Onlineshops unbedingt vermeiden, auf die die Experten der Marketing-Agentur Acantara in ihrer Checkliste hinweisen:
Onlineshop in ansprechendem Design

Ein schlechtes oder altbackenes Design ist einer der wesentlichen Faktoren für den Erfolg eines Onlineshops. Wenn der Besucher denkt, er wäre gerade zurück in die 1990er Jahre gekommen und nicht erkennbar ist, ob der Shop überhaupt noch aktiv ist, ist dies nicht förderlich für die Verkaufszahlen. Auch bei der Verlinkung spielt das Design eine Rolle – nur ungerne werden Seiten verlinkt, die äußerlich kein ansprechendes Design vorweisen können.
Ein weiterer Aspekt sind die Kategorien. Diese sollten übersichtlich und klar strukturiert sein. Andernfalls könnte dies den Besucher und potentiellen Kunden ebenfalls verunsichern oder verschrecken. Gleiches gilt übrigens auch für die Titel und die Beschreibungen innerhalb des Shops. Selbst bei den Produktbeschreibungen gibt es einiges zu beachten: nur in Ausnahmefällen sollten standardisierte Texte verwendet werden, besser ist es, die Texte individuell für jedes Produkt anzufertigen.
Der Shopbetreiber sollte sich zudem nie verstecken. Es ist immer positiv und weckt eine Vertrauensbasis, wenn der Besucher erkennen kann, wem der Shop gehört und welches Team daran mitwirkt. So präsentiert man sich direkt und der Shop bekommt zusätzlich zu den Produkten ein Gesicht und eine Seele.
Seite 2: Kontakte sind im Onlineshop unverzichtbar. >>>
Marketing und SEO machen Ihren Onlineshop erfolgreich
Nicht weniger wichtig ist der OffPage-Bereich, also den nicht direkt sichtbaren Aspekten des Online-Shops. Auch diese sollte man als Betreiber eines Onlineshops nicht vernachlässigen. Wer keinen Kontakt zu den Kunden oder auch zu größeren Portalen und Webseiten sucht, muss mit Umsatzeinbußen rechnen. Außerdem empfiehlt sich auch die Weitergabe von Produktproben – beispielsweise an Blogger. Auf diese Weise erlangt man Bekanntheit und kann zudem einige Links generieren.
Das korrekte Marketing spielt ebenso eine Rolle im OffPage-Bereich. Denn Suchmaschinenoptimierung (SEO) an sich ist nur ein Aspekt für die Bekanntmachung eines Produktes oder Shops. Zwar kann man über SEO-Maßnahmen Links generieren, allerdings bringen zig Links keinen Effekt, wenn niemand direkt das Produkt oder den Shop kennt. Aus diesem Grund sollte man immer auch auf Marketingmaßnahmen setzen.
Ein weiterer möglicher Fehler im OffPage-Bereich ist die Fokussierung auf einzelne Schlüsselbegriffe. Wer eine Brille verkaufen möchte, sollte nicht nur auf den Begriff "Brille" optimieren, sondern auch auf verwandte Begriffe wie Kontaktlinsen, Gläser oder Dioptrien. Auf diese Weise lässt sich die Reichweite des Shops erhöhen und die Produkte werden deutlich mehr Menschen bekannt, da nicht immer nur nach Brille gesucht wird, wenn eben dieses Produkt gekauft werden soll.
Verringert man die Fehler im Bereich der SEO-Maßnahmen, so kann man den Erfolg des Onlineshops nachhaltig verbessern und die Reichweite steigern. Auf diese Weise lassen sich mit ordentlicher SEO-Arbeit deutlich höhere Umsätze erzielen.