Newsletter für mobile Endgeräte Newsletter für das Smartphone werden wichtiger

Newsletter-Marketing ist out? Im Gegenteil, eine neue Studie zeigt, dass die E-Mail von der verstärkten Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets mit immer größeren und hochauflösenderen Bildschirmen profitiert. E-Mails sind demnach für die meisten Handynutzer auch in Zukunft wichtiger als Social Media.

Die E-Mail auf dem Smartphone lässt sich inzwischen fast so gut lesen wie auf dem Desktop-PC. - © Foto: bloomua/Fotolia

Ob Apple, Google oder Microsoft. Im Wettstreit um neue Kunden gewinnen vor allem Tablets und Smartphones an Bedeutung. Die immer besser au sgestatteten Geräte verändern das Nutzungsverhalten und viele Tätigkeiten, die bisher nur im Büro möglich waren. Sie lassen sich nun problemlos unterwegs erledigen.

Dazu zählt auch das Abrufen und Versenden von E-Mails. Eine Studie des Softwareanbieters Artegic hat untersucht, ob die E-Mail und der klassische Text-Newsletter durch die neue Kommunikation an Bedeutung verliert und Betriebe umdenken müssen.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing". - © Michail Petrov - stock.adobe.com
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Die Ergebnisse dürften viele Unternehmer beruhigen. Demnach wird die E-Mail in den nächsten Jahren auf mobilen Endgeräten sogar stärker an Bedeutung gewinnen als das Trendthema Social Media.

Täglicher Abruf überwiegt

In sgesamt wurden für die Studie 1.565 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren innerhalb Deutschlands befragt, die mindestens ein mobiles Endgerät besitzen. 78 Prozent der Besitzer internetfähiger mobiler Endgeräte nutzen E-Mails mobil. E-Mail ist damit die wichtigste Standardanwendung im mobilen Internet. Die Nutzung mobiler E-Mails ist durchweg sehr intensiv.

77,6 Prozent der Befragten rufen ihre E-Mails mindestens einmal täglich mobil ab. 53,5 Prozent geben sogar an, dass sie ihre E-Mails mehr als viermal täglich mobil abrufen – 24 Prozent lesen sogar jede E-Mail direkt bei ihrem Eintreffen. Leitende Angestellte (Manager) und Angestellte nutzen mobile E-Mails dabei intensiver als andere Personengruppen, wie Schüler, Studenten oder Selbstständige. Jedoch rufen in der nach Nutzungshäufigkeit schwächsten Gruppe der 14-19 Jährigen immer noch 70,8 Prozent ihre mobilen E-Mails täglich ab.

Erfahren Sie auf Seite 2, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt .>>>

Überraschend sind die Nutzungssituationen, in denen E-Mails mobil abgerufen werden. Am häufigsten werden mobile E-Mails in der Freizeit genutzt (77 Prozent). Vor der Arbeit nutzen 47 Prozent der Befragten mobile E-Mails, während der Arbeit 51,8 Prozent und nach der Arbeit 57 Prozent. Während der Arbeitszeit sinkt die mobile Nutzung von E-Mails demnach nicht so stark wie oft angenommen. Besonders auffällig ist, das jeder Zweite (52,8 Prozent) seine E-Mails im Urlaub abruft. Am zweithäufigsten werden mobile E-Mails zur Überbrückung von Wartezeiten genutzt.

Viele Lesen während der Arbeit

Unter Managern rufen 80,7 Prozent der Befragten mobile E-Mails in der Freizeit ab. 43,6 Prozent der Schüler und Studenten rufen ihre mobilen E-Mails während des Unterrichts oder der Vorlesung ab. Knapp ein Viertel (23,6 Prozent) erhält weniger als 10 mobile E-Mails pro Tag. Rund 8 Prozent der Befragten geben an, mehr als 50 E-Mails pro Tag zu erhalten, davon 2 Prozent sogar mehr als 100 E-Mails. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der täglich empfangenen E-Mails.

Es gibt jedoch noch Verbesserungsbedarf bei den Fähigkeiten und Funktionen mobiler E-Mail Endgeräte. Als größtes Hindernis bei der Nutzung mobiler E-Mails gilt fast der Hälfte der Befragten (48,4 Prozent) das lange Scrollen. Ein Drittel der Befragten bemängelt generell die Darstellung mobiler E-Mails. Rund ein Viertel (27,2 Prozent) sieht die Lesbarkeit als mangelhaft an. Jeder fünfte kritisiert, dass nachgelagerte Seiten nicht für mobile Endgeräte optimiert wurden.

Starker Wachstumsmarkt

Rosig sind die Wachstumsaussichten für die mobil gelesene E-Mail. Ein Drittel (32,3 Prozent) derjenigen, die bereits mobile E-Mails lesen, möchte die Nutzung in Zukunft weiter steigern, Nur 4,6 Prozent denken, dass ihre mobile Nutzung von E-Mails wieder abnehmen wird. Männer sehen die Entwicklung ihrer mobilen E-Mail Nutzung dabei positiver als Frauen.

Zum Vergleich: Bei der mobilen Social Media Nutzung liegt die erwartete Steigerung hingegen nur 25,7 Prozent. Während jeder Zehnte seine mobile Social Media Nutzung bereits wieder nachlassen sieht, sind es bei der zukünftigen E-Mail Nutzung nur halb so viele. Interessanterweise wird die zukünftige mobile Nutzung sowohl von E-Mail als auch von Social Media voraussichtlich am stärksten bei den 20 bis 29 Jährigen sowie bei den 40 bis 49 Jährigen steigen. sg

Die vollständige Studie mit vielen Schaubildern können Sie als PDF hier herunterladen.