Facebook für Betriebe So wird der Unternehmensauftritt auf Facebook ein Erfolg

Gerade für kleine und mittlere Betriebe ist Facebook eine Chance, sich kostengünstig und glaubhaft dem Kunden zu präsentieren. Tipps, wie der Auftritt bei Facebook ein Erfolg wird, gibt Bastian Scherbeck. Er berät als Managing Director bei der Agentur für digitale Kommunikation "We are social" Unternehmen, wie sie Online-Netzwerke nutzen können.

Christina Geimer

Besuchen Sie auch den Facebookauftritt der Deutschen Handwerks Zeitung. - © Facebook.de

DHZ: Herr Scherbeck, Aktualität ist bei Facebook Pflicht, aber wer nur Banalitäten postet macht sich lächerlich: Wie oft sollten Unternehmer ihre Facebookseite aktualisieren?

Scherbeck: Ein Posting pro Tag ist auf Facebook schon notwendig. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass kleine und mittelständische Betriebe sehr viel kleinere Probleme haben, dass zu schaffen als große Unternehmen. Denn der Meister oder Geschäftsführer kann einfach mit seinem Handy ein Foto von der Arbeit im Betrieb machen und es mit Kommentar hochladen. In großen Unternehmen gibt es dagegen etliche Schleifen zur Absprache von Inhalten.

DHZ: Wie können Unternehmen herausfinden, welche Themen sich gut eignen, um sie kurz zu posten?

Scherbeck: Unternehmen sollte nicht völlig wahllos Neuigkeiten posten, sondern sich vorher genau überlegen, wie sie sich darstellen möchten. Für die fünf Postings pro Woche können sie sich dann einige spezielle Themen setzen. Das Thema Transparenz ist beispielsweise gerade interessant. Viele Menschen möchten die Lieferkette der Waren nachvollziehen. Ein Schreinerbetrieb kann zeigen, wo das Holz herkommt und welcher Mitarbeiter es wie verarbeitet. Das ist ein Vorteil von Handwerksbetrieben gegenüber großen Unternehmen.

Facebook ist ideal für Handwerksbetriebe, meint Bastian Scherbeck, Managing Director der Agentur für digitale Kommunikation We are social. - © we are social
Fabebook Berater Bastian Scherbeck

Hier lesen Sie eine Zusammenstellung der Tipps, wie Sie gute Themen für Ihre Postings auf Facebook finden.

DHZ: Wie können Betriebe sich eine Basis von Anhängern auf Facebook schaffen?

Scherbeck: Die pragmatischste Variante ist Facebook Ads. Mit einem überschaubaren Budget können Unternehmen Anzeigen schalten, die genau auf ihre Zielgruppe ausgerichtet sind. Zum Beispiel werden sie nur einer Altersgruppe mit bestimmten Interessen aus einer ausgewählten Stadt angezeigt. Das Unternehmen zahlt nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Dabei können Unternehmen genau steuern, wie viel sie ausgeben, indem sie zum Beispiel sagen, dass sie einen Monat lang maximal 20 Euro pro Tag ausgeben wollen. Weiterer Vorteil der Anzeigen ist, dass sich ein Unternehmer genau überlegen muss, wen sie erreichen wollen.

DHZ: Sonntags arbeiten viele Familienbetriebe nicht und können auch keine Neuigkeiten posten. Wie können Unternehmen damit umgehen?

Scherbeck: Nicht alle Inhalte müssen tagesaktuell entstehen. Unternehmen können Inhalte vorproduzieren und müssen sie dann nur kurz posten.

Selbst bei großen Unternehmen, die unsere Agentur betreut, machen wir es aber auch so, dass wir Freitagsnachmittag posten, dass wir nun ins Wochenende gehen und Montag ab acht Uhr wieder für die Kunden da sind. Das funktioniert meiner Erfahrung nach, sehr gut.

Allerdings kann man eine Facebookseite nicht wie ein Geschäft abschließen. Ich rate dringend davon ab, die Kommentarfunktion über das Wochenende zu sperren. Das kommt bei Kunden nicht gut an. Ideal ist es, wenn ein Unternehmer auch am Wochenende einmal pro Tag reinschaut, ob es kritische Kommentare gibt. Aber das Problem mit unflätigen Kommentaren ist bei kleinen Betrieben wahrscheinlich sehr klein.

Lesen Sie in dieser Checkliste die wichtigsten Tipps für Handwerksbetriebe auf Facebook.