Marketing aktuell Der eigene Online-Shop auf Facebook

Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter dienen in erster Linie der Unterhaltung und dem Informationsaustausch. Auch im Marketing-Mix von Unternehmen sind die Plattformen inzwischen in den Fokus gerückt. Allerdings ist Facebook auch ein nicht zu unterschätzender Vertriebskanal. Erfahren Sie, was Sie bei der Errichtung Ihres Shops unbedingt beachten sollten.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing". - © Michail Petrov - stock.adobe.com

Shopping auf Facebook ist für die meisten Nutzer neu. Gleiches gilt für die Betriebe, die sich mit den besonderen Anforderungen beim Verkaufen in sozialen Netzwerken erst vertraut machen müssen. Benutzerfreundlichkeit ist deshalb noch wichtiger als in normalen Online-Shops, wo das Klickverhalten bereits gelernt ist. Wenn ein Fan auf der Fan-Page landet, sollte er maximal drei Mal klicken müssen, um sein gewünschtes Produkt zu sehen bzw. es in den Warenkorb zu legen.

Auch die Oberfläche des Shops sollte sich nicht vom Facebook-Design unterscheiden, damit sich der Nutzer sicher fühlt und nicht frühzeitig den Vorgang abbricht. Wichtig bei der Beurteilung der Benutzerfreundlichkeit einer Shop-Lösung sind auch die damit verbundenen Ladezeiten, bis der Shop vollständig angezeigt wird. Flash-basierte Shops sind in dieser Hinsicht keine gute Wahl, auch weil sie von einigen Browsern nicht unterstützt werden.

Übersichtlich und schnell

Wie so oft gilt auch beim Facebook-Shop: Weniger ist mehr. Man sollte lieber große, übersichtliche Produktbilder verwenden, die einen realistischen Eindruck vom Produkt vermitteln, anstatt zu versuchen, so viele Produkte wie möglich auf einer Seite abzubilden. Auch hier spielt die Ladezeit der Shopanwendung eine wichtige Rolle. Wichtiger Bestandteil einer Shoplösung ist die Unterstützung von mehreren Produktabbildungen pro Produkt. Denn wie im e-Commerce auch, wirken sich gute Abbildungen positiv auf die Kaufabschlussrate aus.

Wenn bereits ein "normaler Onlineshop" besteht, bietet es sich an, die Fans der Facebook-Seite mit besonderen und exklusiven Angeboten belohnen. Die Exklusivität kann zeitlich, über den Preis oder mit einer Verknappung hergestellt werden. So kann beispielsweise eine Produkteinführung exklusiv auf der Facebook Seite vermarktet werden. Facebook-Fans erhalten dann für einen begrenzten Zeitraum vor der offiziellen Produkteinführung die Möglichkeit zum Kauf auf Facebook. So schafft man einerseits Vorteile, andererseits kann man Kunden auf diese Weise das Einkaufen bei Facebook näher bringen. dhz / Nicolas Dittberner