Marketing aktuell Interaktiv Werben mit QR Codes

Man sieht sie auf Werbeplakaten, in Zeitschriften, oder auf Visitenkarten: so genannte QR Codes. Auch für den Marketing-Mix von Handwerkern sind sie eine sinnvolle Ergänzung. Es handelt sich um einen zweidimensionalen Strichcode, den Kunden mithilfe einer App auf dem Handy einscannen und übersetzen können. Sofort bekommt der Anwender nicht nur Informationen in Textform auf sein Smartphone, sondern auch Links, Telefonnummern oder ganze E-Mails.

© Jan Engel (fotolia)

QR steht für Quick Response, also eine schnelle Antwort. Internetadressen müssen nicht mehr mühsam eingetippt oder notiert werden, ein internetfähiges Handy mit Kamera scant den Code einfach und schnell. QR Codes sind ein großer Trend im aktuellen Marketing. Im Gegensatz zum klassischen Strichcode, den man von Produkten aus dem Supermarkt kennt, bietet der zweidimensionale QR Code viel Potenzial für Werbung.

Mithilfe der QR Codes können Handwerker mehr Informationen übermitteln und interaktiver werben als bei herkömmlichen Anzeigen in Textform. So ist es zum Beispiel bei Links möglich, nicht nur normale Domains zu verlinken, sondern auch fertige Twitter-Status-Meldungen, die abgesetzt werden, sobald jemand den Code einliest. Auf diese Weise ist es auch möglich, "gefällt-mir"-Meldungen auf Facebook zu verlinken oder direkt ein Video abzuspielen.

Speichern und Weiterverarbeiten möglich

Die aufgerufenen Informationen, Webseiten und so weiter, können, abhängig vom codierten Informationstyp, auch gespeichert und weiterverarbeitet werden. Der Kunde kann zum Beispiel ein Lesezeichen setzen, einen Kontakt erstellen oder die Information als Kopie speichern. Gefällt dem Kunden das Angebot oder die Werbung, dann kann er sie auch per SMS, MMS, E-Mail oder Bluetooth an Freunde und Bekannte weiterleiten – eine zusätzliche kostenlose Werbung für den Handwerker.

Ursprünglich kommen QR Codes aus Japan und waren für die Logistik gedacht. Der Toyota-Zulieferer Denso Wave suchte nach einer Möglichkeit, die eigenen Autoteile im Werk und bei Transport besser "verfolgen" zu können. Dies sollte vollautomatisch und mit einer möglichst kleinen Fläche machbar sein. Ergebnis waren die Codes, zweidimensionale Graphiken mit einer großen Menge an Punkten. Durch die Zweidimensionalität können bis zu 4.296 Zeichen oder 7.089 Zahlen untergebracht werden.