Arbeiten im Ausland Erasmus plus: Mehr Zuschüsse für Azubis

Die EU vereint ihre Mobilitätsprogramme für Schüler, Studenten und Auszubildende seit 2014 unter dem Namen Erasmus plus. Jetzt ist das Programm offiziell angelaufen.

Die Europäische Kommission stellt für Erasmus plus ein Gesamtbudget von knapp 14,8 Milliarden Euro bereit. - © Foto: dmitrimaruta/Fotolia

Die EU stockt ihr Budget für die Förderung von Auslandsaufenthalten ordentlich auf: Mehr als vier Millionen Europäer sollen bis 2020 von Erasmus plus profitieren. Unter diesem Programm werden die Bildungsprogramme für Studenten, Auszubildende und Schüler zusammengeführt. Für das auf sieben Jahre angelegte Programm stellt die europäische Kommission ein Gesamtbudget von knapp 14,8 Milliarden Euro bereit, das sind 40 Prozent mehr Mittel als noch in der Förderperiode 2007 bis 2013.

Neu ist zudem, dass Bewerbungsverfahren vereinfacht und bürokratische Hemmnisse abgebaut werden sollen. Die bekannten Förderprojekte wie "Erasmus", "Leonardo da Vinci", "Jugend in Aktion", "Comenius" und "Grundtvig" werden dabei fortgeführt.

650.000 Auszubildende können profitieren

Für Auszubildende oder Lehrkräfte werden Projekte von Unternehmen, Kammern oder berufsbildenden Schule organisiert. Darunter fällt beispielsweise das Leonardo da Vinci-Programm für berufsqualifizierende Auslandspraktika. Die örtlichen Kammern geben Auskunft für Auszubildende und junge Berufstätige. Mehr Informationen dazu gibt es hier .

Von dem Programm können 650.000 Berufsschüler und Auszubildende profitieren: Sie erhalten Stipendien, um so im Ausland zu lernen, sich fortzubilden oder zu arbeiten, heißt es auf der Seite des Programms. Zudem können zwei Millionen Studierende im Ausland studieren oder sich im Rahmen von 450.000 Praktikumsmöglichkeiten fortbilden. Außerdem ist im Rahmen von Schulpartnerschaften der Austausch von Schülern und Lehrkräften möglich.

Für Erasmus plus sind in Deutschland drei Nationale Behörden verantwortlich: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Kultusministerkonferenz. meh