EU-Austauschprogramm Erasmus+ Ab ins Ausland: Azubis bekommen Geld von der EU

Arbeiten und Lernen im Ausland: Noch mehr junge Menschen sollen zukünftig Erfahrungen im Ausland sammeln können. Azubis und Studenten bekommen seit Beginn des Jahres mehr Zuschüsse von der EU, wenn sie eine Zeit im Ausland verbringen wollen.

Für die Ausbildung oder ein Praktikum ins Ausland: Das neue Programm Erasmus+ unterstützt Azubis dabei finanziell. - © Foto: Westend61/Fotolia

Mit dem neuen Programm Erasmus+ stockt die EU das Budget des Fördertopfs für Azubis und Studenten, die ihre Ausbildung ganz oder in Teilen im Ausland absolvieren wollen um 40 Prozent auf. Für die Jahre 2014 bis 2020 stehen nun 14,7 Milliarden Euro zur Verfügung.

Hintergrund der zusätzlichen Gelder ist nach Angaben der EU-Kommission die hohe Jugendarbeitslosigkeit in einigen Teilen Europas – etwa sechs Millionen junge Menschen in der EU sind derzeit ohne Arbeit. Gleichzeitig gibt es in Ländern wie Deutschland viele freie Stellen, und viele Arbeitgeber geben an, kein Personal mit den benötigten Qualifikationen zu finden. Dies zeige einen großen Ausgleichsbedarf bei den Qualifikationen in Europa.

" Erasmus+ ist auf diesen Bedarf zugeschnitten und bietet den Menschen die Gelegenheit, im Ausland zu studieren, sich fortzubilden oder Berufserfahrung zu sammeln", heißt es auf der Internetseite der EU-Kommission.

Arbeitsstelle im Ausland

Ziel ist es, dass mit der steigenden Mobilität von Auszubildenden und Studierenden auch die Mobilität der Arbeitskräfte zwischen den Mitgliedstaaten steigt. Wer bereits in einem anderen Land studiert oder eine Ausbildung absolviert habe, ist mit höherer Wahrscheinlichkeit auch an einer späteren Arbeitsstelle im Ausland interessiert.

Mehr als vier Millionen Menschen dürften nach Angaben der EU-Kommission mit Stipendien im Rahmen von Erasmus+ bis 2020 im Ausland arbeiten, studieren, sich weiterbilden oder sich ehrenamtlich engagieren. Rund 650.000 der Empfänger sollen Berufsschüler und Auszubildende sein.

Wer sich für Erasmus+ interessiert, bekommt unter weitere Infos beim Deutschen Akademischen Austausch Dienst unter eu.daad.de.

Tipps zum Thema Praktikum im Ausland gibt es hier.