Beleuchtungslösungen mit LEDs bieten großes Potenzial, um Energie einzusparen und somit die Kosten deutlich zu senken. Worauf Betriebe achten müssen
Daniel Hug
Besonders in der dunklen Jahreszeit ist die Beleuchtung ein entscheidender Kostenfaktor – vor allem, wenn sie veraltet ist und viele Stunden am Tag genutzt wird. Deshalb nehmen viele Betriebe, die ihre Energiebilanz im Auge haben, eine Sanierung ihrer alten Beleuchtungsanlage in Angriff.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist natürlich vor allem die Kosteneinsparung ein entscheidendes Argument für die Sanierung einer alten Beleuchtungsanlage. Durch zeitgemäße Hallenbeleuchtungssysteme mit neuester LED-Technologie und hoher Lichtausbeute lassen sich in einigen Fällen mehr als 50 Prozent der Energiekosten einsparen. Auf diese Weise hat sich die Investition in eine neue Beleuchtungslösung schon nach relativ kurzer Zeit amortisiert.Die lange Lebensdauer der LEDs senkt auch Wartungsaufwände deutlich – das gilt selbst in schmutz- und staubanfälligen Bereichen. Mit fortschrittlicher Beleuchtungstechnik reduziert ein Betrieb zudem die Brandgefahr und steigert die Beleuchtungsqualität. Denn eine unzureichende Beleuchtung führt schnell zu Ermüdungserscheinungen, erhöht die Fehlerquote und das Risiko von Arbeitsunfällen.
Bedarfsgerecht planen
Wie hoch das konkrete Einsparpotenzial für die Energiekosten einer Halle ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Je älter die Vorgängeranlage ist, desto höher liegen die Sparmöglichkeiten in Bezug auf den Energieverbrauch.
Wer eine Sanierung der bestehenden Beleuchtungslösung plant, sollte zunächst die Anforderungen genau analysieren. Dabei ist es wichtig, sowohl die Aufgaben eines jeden Arbeitsbereiches als auch die Rahmenbedingungen wie beispielsweise den Einfall von Tageslicht zu berücksichtigen. Auf Basis des so entwickelten Beleuchtungskonzepts werden dann einzelne Beleuchtungskomponenten ausgewählt.
Bei kleineren Gewerbehallen kann es in Einzelfällen sinnvoll sein, diese komplett mit einer gleichmäßigen Beleuchtungsstärke auszuleuchten. In Produktionshallen, in denen die Ansprüche an die Beleuchtung sehr unterschiedlich sind, bieten sich jedoch verschiedene Beleuchtungssituationen nach Zonen an.
In Ladebereichen ist beispielsweise eine Beleuchtungsstärke von 150 Lux ausreichend, während an Montagearbeitsplätzen je nach Aufgabe bis zu 1.000 Lux nötig sind. Eine einheitlich hohe Beleuchtungsstärke in der gesamten Halle verschwendet in diesem Fall unnötig Ressourcen. Eine bedarfsgerechte Kombination aus raum- und arbeitsbezogenen Beleuchtungslösungen kann dagegen den Energieverbrauch senken.
In einigen Hallen lohnt sich darüber hinaus der Einsatz von Lichtmanagementsystemen mit Tageslicht- und Präsenzsensorik, die das Licht automatisch nach Bedarf regeln. Denn am meisten Energie wird gespart, wenn das Licht nur dann an ist, wenn es auch benötigt wird. So kann etwa durch Fenster einfallendes Tageslicht ideal genutzt werden: Wird die künstliche Beleuchtung mit Tageslichtsensoren gesteuert, unterstützt sie das natürliche Licht genau im aktuell erforderlichen Maß. Eine Präsenzsensorik sorgt zudem dafür, dass wenig genutzte Bereiche nicht ständig komplett ausgeleuchtet werden.
Flexible Anpassung
Die moderne Arbeitswelt erfordert jede Menge Flexibilität. Ändern sich Arbeitsplatzkonfigurationen, sollte sich das Beleuchtungssystem einfach und ohne großen Aufwand anpassen lassen.
Modulare Lichtbandsysteme wie z.B. TAUREO von Waldmann liefern eine geeignete Lösung für sich verändernde Rahmenbedingungen oder auch für unterschiedliche Anforderungen in Produktions-, Werkstatt- oder Lagerhallen. Schon während der Installation können mit einem solchen System verschiedene Beleuchtungszonen in der Gewerbehalle realisiert werden. Dabei kann bei Bedarf alle 600 mm ein Lichtmodul eingesetzt werden – oder eben nicht.
Ändern sich die Anforderungen an die Beleuchtung mit der Zeit, ist das modulare Lichtbandsystem schnell an die neue Situation angepasst.
Ideal ist dabei ein System, das eine werkzeuglose Installation nach dem Plug-and-Play-Prinzip ermöglicht. Betriebsgeräte und Lichtmodule können so besonders schnell vorab oder in die bereits deckeninstallierten Profile integriert werden.
Relativ einfach sind auch sämtliche Zubehörkomponenten, wie etwa die Tageslicht- und Präsenzsensorik oder die Notbeleuchtung, in das System integrierbar. Auf diese Weise profitieren gerade kleinere Betriebe von einer modernen Beleuchtungslösung: Sie können nicht nur ihre Energiekosten deutlich senken, sondern können die Hallenbeleuchtung flexibel ohne großen Aufwand an geänderte Rahmenbedingungen anpassen.
