Solarenergie wird beliebter: Im Juni wurden ein Drittel mehr Förderanträge gestellt als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Verbesserte Förderkonditionen machen Solarwärme attraktiver.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verzeichnete im Juni ein deutlich gestiegenes Interesse an Solarwärme-Anlagen. Demnach stieg die Zahl der Förderanträge im Monat Juni gegenüber dem Vorjahr um satte 32 Prozent.
Bereits zwei Millionen Haushalte und Betriebe sind umgestiegen
Grund für die größere Nachfrage ist die Verbesserung der Förderkonditionen durch die Bundesregierung, die seit dem Frühjahr dieses Jahres gilt. Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) nutzen inzwischen bereits über zwei Millionen Haushalte und Betriebe in Deutschland Solarenergie für die Heizungsunterstützung oder Warmwasserbereitung.
„Der Umstieg auf Solarwärme war noch nie so attraktiv“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.
Fördersätze um fast 100 Prozent gestiegen
Die Bundesregierung hat die Fördersätze für Solaranlagen aktuell um bis zu 100 Prozent angehoben. Neben höheren Zuschüssen gibt es jetzt auch eine „Abwrackprämie“ für das Ausmustern alter Heizkessel. Körnig: „Die Förderkonditionen wurden zwar deutlich verbessert, der Fördertopf bleibt für dieses Jahr aber unverändert auf rund 360 Millionen Euro limitiert.“
2014 wurden nach Einschätzung des BSW-Solar bereits 112.000 neue Solarwärme-Anlagen in Deutschland errichtet. Die Tendenz für 2015 ist weiter steigend. dhz
Die wichtigsten Änderungen der Förderung im Überblick
- Die Mindestförderung für Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung wurde von 1.500 auf 2.000 Euro angehoben.
- Bei größeren Anlagen mit einer Kollektorfläche von mehr als 14 Quadratmetern winken höhere Zuschüsse, weil die quadratmeterbezogene Förderung von bislang 90 Euro auf 140 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche angehoben wurde.
- Wer die neue Solaranlage mit der Modernisierung einer Heizung verbindet, erhält zusätzliche Boni.
- Förderfähig sind jetzt zudem zahlreiche andere Maßnahmen wie beispielsweise der Austausch von Heizkörpern durch Niedertemperaturheizkörper oder der Ausbau der Altheizung und deren Entsorgung.