Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe Umweltzonen: Kommunen kontrollieren stärker

Inzwischen ahndet jede zweite Stadt in Deutschland Verstöße in einer Umweltzone. Die Kontrollen haben zugenommen. Wer ohne Plakette erwischt wird, zahlt 80 Euro. Wo es überall Umweltzonen gibt.

Seit dem letzten Jahr kontrollieren die Kommunen stärker in Umweltzonen - © Foto: Henry Schmitt/Fotolia

Nach Erkenntnissen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) haben die Kontrollen in den 76 deutschen Städten mit Umweltzonen zugenommen. Demnach ahndete 2014 jede zweite Stadt Verstöße gegen die Einfahrverbote für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß. 2013 war das nur in 17 von 69 Städten der Fall. Nur 11 kontrollierten im vergangenen Jahr kaum oder gar nicht, 27 nur mittelmäßig.

Je nach Kontrollverhalten der Kommune verteilt die DUH grüne, gelbe und rote Karten. Die genaue Auswertung finden Sie hier.

Berlin, Bremen und Sachsen kontrollieren streng

Bei der Einfahrt in eine Umweltzone riskieren Fahrzeugführer ohne entsprechende Plakette ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro. Besonders konsequent werden Strafzettel in Berlin, Bremen und Sachsen verteilt. Mangelhaft sind die Kontrollen in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Seit 2010 werden von der Umwelthilfe die Anzahl der ausgestellten Bußgeldbescheide wegen unerlaubten Fahrens oder Parkens in den Umweltzonen in Relation zu der jeweiligen Einwohnerzahl ausgewertet.

Für die einzelnen Kontrollen sind die Ordnungsämter der Städte und die Polizei zuständig. Umweltzonen sollen die Schadstoffbelastung in Städten verringern, sind aber in ihrer Effektivität umstritten. Beim Umweltbundesamt gibt es einer Übersicht über alle Umweltzonen.   dpa/tmn/jr