Energiewende zeigt Wirkung Ökostrom-Anteil bei mehr als 25 Prozent

Die erneuerbaren Energien werden wichtiger: Ökostrom nimmt einen immer größeren Anteil an der Gesamtstromerzeugung in Deutschland ein. Dafür ist jedoch nicht nur der Ausbau der Anlagen ausschlaggebend.

Erneuerbare Energien sind inzwischen die wichtigste Stromquelle in Deutschland. - © Foto: colourbox.de

Die erneuerbaren Energien haben nach Angaben des Branchenverbands BDEW im vergangenen Jahr schon mehr als ein Viertel der deutschen Stromerzeugung abgedeckt. Auf Basis aktualisierter Schätzungen betrug der Ökostrom-Anteil an der Brutto-Erzeugung 2014 insgesamt 26,2 Prozent, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit. Gründe für das Plus gegenüber dem Vorjahr (24,1 Prozent) seien der Zubau weiterer Anlagen sowie das für Wind- und Solaranlagen günstige Wetter gewesen.

Anteil von Kernkraft etwas gestiegen

Dagegen verharrte laut den Berechnungen der Anteil des aus Braunkohle erzeugten Stroms bei 25,4 Prozent. Bei der Steinkohle sank der Anteil von 19,2 auf 17,8 Prozent, bei Erdgas von 10,7 auf 9,5 Prozent. Die Kernkraft, die bis 2022 in Deutschland im Rahmen des Atomausstiegs auslaufen soll, steuerte im vorigen Jahr mit 15,8 Prozent etwas mehr zum deutschen Strommix bei als 2013 (15,4 Prozent).

Im Herbst hatte bereits das Expertengremium Agora Energiewende gemeldet, dass erneuerbare Energien inzwischen zur wichtigsten Quelle der deutschen Stromproduktion geworden sind.

Erneuerbare Energien sollen weiter wachsen

Laut einer Anfang des Jahres veröffentlichten Studie der Universität Erlangen profitieren die Unternehmen von der Energiewende, die von der EEG-Umlage befreit sind. Sie zahlten demnach ohne Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom heute das Doppelte.

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Ökostrom-Anteil bis 2020 auf mindestens 35 Prozent zu steigern. Für den Ausbau wurden aber mittlerweile auch ein fester Korridor festgelegt und die Subventionen in einigen Bereichen wie dem Solarstrom gesenkt. Die Einspeisung von immer mehr Ökostrom ins Stromnetz macht den Betrieb vieler Kohle- und Gaskraftwerke unwirtschaftlich, obwohl konventionelle Kraftwerke als Reserven weiterhin gebraucht werden. dpa/dhz

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