Projekt im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende Entwicklungswerkstatt Energieeffizienz: Beratung für Betriebe

Hohe Stromkosten – bei vielen Handwerksbetrieben fressen sie einen großen Anteil des Umsatzes auf. Für Abhilfe sorgt die "Entwicklungswerkstatt Energieeffizienz", bei sieben Umweltzentren der Handwerkskammern. Die Bundesregierung hat das Projekt nun verlängert.

Handwerker, die ihren Betrieb energieeffizienter machen möchten, finden Beratung bei dem Projekt Entwicklungswerkstatt Energieeffizienz. - © Foto: ristaumedia.de /fotolia.com

Teils 15 Prozent des Jahresumsatzes gehen bei Textilreinigern für Energiekosten drauf, in anderen Gewerken wie den Bäckern ist der Bedarf an Energie ähnlich groß. Bei den seit Jahren gestiegenen Stromkosten ist das eine zunehmende Belastung für die Betriebe. Zugleich haben gerade die kleinen Handwerksunternehmen kaum personelle Kapazitäten, um beispielsweise einen Mitarbeiter zum Energiebeauftragten schulen zu lassen.

Sieben Entwicklungswerkstätten Energieeffizienz

Im Rahmen der "Mittelstandsinitiative Energiewende", an der auch der Zentralverband des Deut schen Handwerks beteiligt ist, wurden daher deut schlandweit bei sieben Umweltzentren der dortigen Handwerkskammern jeweils eine "Entwicklungswerkstatt Energieeffizienz" eingerichtet. Ziel ist es, die Handwerker dabei zu unterstützen, ihre Betriebe energieeffizienter zu machen. Die sieben regionalen Umweltzentren sind jeweils spezialisiert auf ein energieintensives Gewerk :

Während des Projekts stehen den Handwerkern die Energieberater der Umweltzentren zur Seite. Sie beraten bei der Planung und Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen, sehen sich die Betriebe vor Ort an und haben einen Überblick, wenn es darum geht, Fördergelder zu beantragen.  Aus den teilnehmenden Betrieben werden jeweils einige ausgewählt, die als Modellbetrieb fungieren und über einen gewissen Zeitraum intensiver betreut werden.

Projektlaufzeit verlängert

Sie sollen als Beispiel für andere Handwerker dienen, die ähnliches vorhaben. Die Daten der Modellbetriebe werden daher projektübergreifend gesammelt, ausgewertet und als Leitfaden für die künftige Beratung bei den Handwerkskammern verwendet. Der Leitfaden ist derzeit bereits in Arbeit.

Die Mittelstandsinitiative Energiewende wurde vor knapp zwei Jahren vom Bundeswirt schaftsministerium, dem Bundesumweltministerium, des Industrie- und Handelskammertag und vom Zentralverband des Deut schen Handwerks ins Leben gerufen. Ursprünglich sollte das Projekt bis Ende 2015 laufen. Eine Verlängerung – mit derzeit noch unbestimmten Zeitrahmen - hat die Bundesregierung jedoch im Dezember angekündigt. sch