Antwort der Bundesregierung Strompreis steigt: Große Unterschiede bei den Unternehmen

Der Strompreis ist seit 2008 so stark gestiegen wie nie zuvor. Verlierer sind die Privathaushalte und die kleinen Firmen. Für letzter verteuerten sich die Kosten um 14 Prozent. Große Unternehmen mit hohem Energieverbrauch wurden dagegen entlastet. Die Bundesregierung musste Rede und Antwort stehen.

Der Strompreis ist seit 2008 für kleine Betriebe im Schnitt um 14 Prozent gestiegen. - © Foto: zabanski/Fotolia

Wird 2015 voraussichtlich mit guten Aussichten auf niedrigere Kosten für die Ökostrom-Umlage beginnen, so sah die Entwicklung beim Strompreis in der Vergangenheit meist anders aus. Dieser kannte nur eine Richtung: nach oben. So ist der Strompreis seit 2008 für Privathaushalte im Bundesdurchschnitt um 38 Prozent gestiegen. 14 Prozent seien es für all jene Betriebe gewesen, die nicht zu den energieintensiven Branchen zählen, berichtet die „Badische Zeitung“.

2015: Preissenkung deutet sich an

Grund für den Anstieg ist einerseits, dass die Versorger die gesunkenen Einkaufspreise nicht an die Stromkunden weitergegeben haben. Seit 2008 profitieren sie wegen des Zuwachses an Solar- und Windstrom von teils um fast die Hälfte gesunkenen Preisen.

Andererseits wurden in der Vergangenheit sehr viele energieintensive Industrieunternehmen von der Ökostrom-Förderung befreit oder haben Rabatte bekommen. Diese Kosten mussten an anderer Stelle wieder hereingeholt werden. Dazu kommen gestiegene Netzkosten im Zuge der Energiewende.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage hervor und zeigt, dass die Kosten sowohl zwischen den Verbrauchern und den Firmen als auch unter den Unternehmen sehr ungleich verteilt waren. So legte der Kilowattstunden-Preis von 21,4 Cent auf inzwischen 29,4 Cent zu.

Allerdings deuten sich für 2015 Strompreissenkungen an, da die Umlage zur Ökostrom-Förderung wohl sinken wird – sie beträgt derzeit 6,24 Cent je Kilowattstunde. dpa/dhz