Die Energiewende scheint in deutschen Heizungskellern nicht anzukommen. Dort wird immer noch zu viel für Energie gezahlt. Unverändert dominiere unter anderem Wärme die Kosten eines Haushalts. Das hat die Agentur für Erneuerbare Energien herausgefunden. Allerdings sind Lösungen nicht weit entfernt.

Mehr als drei Viertel der Heizungen in Wohnhäusern sind nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik und verbrauchen zu viel Energie. Dies zeigt eine Berechnung der Agentur für erneuerbare Energien in Berlin. Gut 80 Prozent der Heizungsanlagen in deutschen Haushalten laufen mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas.
Wer mit Öl heize, müsse heute mehr als doppelt so viel für eine warme Wohnung bezahlen als noch im Jahr 2000, Erdgas sei über 70 Prozent teurer als vor 13 Jahren, erläutert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur.

Sparen mit moderner Heizungstechnik
Auf 20 Jahre gerechnet komme der Weiterbetrieb einer alten Ölheizung mehr als doppelt so teuer wie eine neue Pelletheizung oder eine Wärmepumpe. Der Umstieg von einer alten Gasheizung auf erneuerbare Heizungstechnik spare am Ende Geld, sagt Vohrer.
In einem Privathaushalt mache Strom knapp 25 Prozent der gesamten Energiekosten aus, Heizöl schlage mit 35 Prozent zu Buche, so die Agentur. Das Bundesumweltministerium fördere den Wechsel zu einer effizienten, sauberen Heizung mit einem Marktanreizprogramm. Der Umstieg könne auch mit einem Kredit der KfW-Förderbank finanziert werden, teilt die Agentur mit. dhz/dpa