EEG-Umlage steigt Stromsteuer: Handwerk fordert Freibetrag

Eine höhere EEG-Umlage wird die Strompreise schon Anfang 2014 weiter steigen lassen. Das Handwerk fordert deshalb einen umgehenden Freibetrag bei der Stromsteuer.

Die EEG-Umlage wird auch 2014 steigen. Erwartet wird eine weitere Steigerung auf einen Wert zwischen sechs und sieben Cent. - © Gina Sanders/Fotolia.com

Mit Blick auf weiter steigende Strompreise ab dem kommenden Jahr fordert das Handwerk umgehende Maßnahmen der Politik. "Der Deutsche Bundestag kann eine Entlastung kleiner Betriebe und der Verbraucher allein auf den Weg bringen", sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Die einfachste Maßnahme sei ein Freibetrag bei der Stromsteuer.

"Für Privathaushalte sollten 2.000 Kilowattstunden, für kleine und mittlere Betriebe 4.000 Kilowattstunden von der Stromsteuer befreit werden", forderte er. Die auf die EEG-Umlage anfallende Mehrwertsteuer könne für die Finanzierung des Freibetrages eingesetzt werden. Die Fraktionen könnten eine derartige  Entlastung schon in der konstituierenden Sitzung des Bundestages beschließen, ergänzte er.

Gebäudesanierung braucht Anstoß

Umgehende Maßnahmen sind nach Ansicht des ZDH-Generalsekretärs vor allem deshalb notwendig, da die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) ab Januar 2014 um einen Cent auf 6,3 Cent ansteigen soll. Bisher liegt die Umlage bei 5,27 Cent. Offiziell soll die ab Januar 2014 geltende Umlage kommenden Dienstag bekannt gegeben werden.  

Schwannecke machte aber auch unmissverständlich klar, dass es trotz eines möglichen Freibetrages bei der Stromsteuer unverzüglich zu einer "grundsätzlichen Neuausrichtung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) und zu zusätzlichen Impulsen für die energetische Gebäudesanierung" kommen müsse. bir