Die hohen Strompreise schrecken eine knappe Mehrheit der Deutschen nicht von der Energiewende ab. So befürworten noch 51 Prozent den schnellen Ausstieg aus der Atomkraft. Das zeigte eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid.

Mit den stetig steigenden Kosten durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und die EEG-Umlage ist das Image der Energiewende ein wenig ins Trudeln geraten. Wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Atomkritiker aber zeigte, stehen immer noch mehr als die Hälfte aller Deutschen hinter dem Atomausstieg.
So wollten 51 Prozent der Befragten die neun noch laufenden AKWs früher abschalten, als es der Bundestag im Sommer 2011 beschlossen hat, sagte Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt" am Mittwoch.
Unterschiede je nach Parteipräferenz
Bei den SPD-Anhängern sind demnach 61 Prozent für einen schnelleren Ausstieg, von den Wählern der Grünen verlangen 75 Prozent mehr Tempo beim Abschalten. Selbst mehr als ein Drittel der Anhänger von CDU/CSU wollte das Risiko eines schweren Atomunfalls nicht noch weitere neun Jahre tragen, sagte Stay weiter. Sechs der noch neun betriebenen AKWs sollen laut Bundestagsbeschluss noch bis 2022 am Netz bleiben. dhz/dapd