Von Monat zu Monat sinkt die Einspeisevergütung für Solarstrom. Wie sich nun zeigte geht damit auch der Ausbau mit neuen Photovoltaikanlagen zurück. Zwar lag der Neubau auch 2012 deutlich über den vom Gesetzgeber vorgesehenen Zielen, doch genau das beschleunigt die sinkende Förderung. Die Solarwirtschaft rechnet mit einer weiteren Abkühlung.

Die Nachfrage nach neuen Photovoltaikanlagen hängt stärker von der Einspeisevergütung ab, als gedacht. Zwar ist der Ausbau der Sonnenenergie ist in Deutschland auch 2012 in Rekordtempo weitergegangen. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, berichtete am Donnerstag, insgesamt seien im vergangenen Jahr Photovoltaik-Anlagen mit einer installierten Leistung von 7,6 Gigawatt errichtet worden. Allerdings habe sich der Zubau zum Jahresende etwas abgeschwächt. Im bisherigen Rekordjahr 2011 waren 7,5 Gigawatt installierter Leistung neu hinzugekommen.
Der Neubau lag damit auch 2012 deutlich über dem vom Gesetzgeber vorgesehenen Zielkorridor. Deshalb werden die Preise für Solarstrom aus neu ans Netz gehenden Photovoltaik-Anlagen weiter zügig sinken. Die Einspeisevergütungen verringern sich in den Monaten Februar, März und April jeweils um 2,2 Prozent, wie die Bundesnetzagentur bekanntgab.
Entscheidung über weitere Kürzung im April
Der Bundesverband der Solarwirtschaft rechnet deshalb bereits mit einer Abkühlung der Nachfrage nach Solaranlagen. Dafür spreche auch die rückläufige Marktentwicklung der vergangenen Monate. So habe die Nachfrage im vierten Quartal 2012 rund 65 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums gelegen. Hier zeige offensichtlich die deutliche Kürzung der Solarförderung seit dem Sommer vergangenen Jahres Wirkung.
Das EEG-Gesetz sieht grundsätzlich eine monatliche Absenkung der Einspeisevergütung für Solaranlagen um ein Prozent vor. Doch erhöht sich die Absenkung automatisch, wenn sich der Zubau oberhalb des im Gesetz festgelegten Korridors von maximal 3.500 Megawatt im Jahr bewegt. Zwischen November und Januar sank sie sogar um 2,5 Prozent monatlich. Über die weitere Absenkung der Vergütung ab Mai 2013 will die Aufsichtsbehörde im April informieren. dhz/dapd