Ob sauberes Abwasser oder weniger Energiekosten – die Ausgaben des produzierenden Gewerbes für den Umweltschutz steigen. Die Unternehmen in Deutschland investierten im Jahr 2010 jeden elften Euro in Maßnahmen, um weniger Abfall, Abgase und Abwasser zu produzieren.

Insgesamt rund 24 Milliarden Euro ließ sich das produzierende Gewerbe – ohne Bau – die Investitionen in einen umweltschonendere Arbeitsweise kosten, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Das sind 7,6 Prozent bzw. 400 Millionen Euro mehr als noch im Jahr 2009.
Hohe Kosten für das Abwasser
Ob Abwasser, Abfall oder Energie - die Betriebe gaben mit neun Prozent jeden elften Investitions-Euro für den Umweltschutz aus: Sechs Milliarden Euro wurden für Investitionen in Anlagen ausgegeben. Mehr als die Hälfte davon wurden für Abwasserentsorgung (1,7 Milliarden Euro) und Energieversorgung (1,5 Milliarden Euro) eingesetzt. 2009 waren es mit 8,8 Prozent etwas weniger.
17,8 Milliarden davon waren nach Angaben der Behörde laufende Umweltschutzausgaben, 13 Milliarden Euro davon wurden für Betrieb und Wartung von Umweltschutzanlagen wie Entsorgungs-, Klär- und Luftfilteranlagen ausgegeben. Die höchsten laufenden Kosten waren dabei die Abwasserentsorgung (3,3 Milliarden Euro) und Abfallentsorgung und -behandlung (3,0 Milliarden Euro) sowie Energieversorgung (2,6 Milliarden Euro). dpa/dhz
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