Trotz eines milden Winters und sinkendem Verbrauch von Heizenergie fielen im vergangenen Jahr nicht bei allen Mietern die Heizkosten niedriger aus als noch 2010. Wer mit Öl wärmt muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei anderen Heizarten, wie der Heizspiegel 2012 zeigt.

Mit Blick auf die Heizkostenabrechnung dürften sich viele Mieter und Eigentümer über den milden Winter 2011/12 gefreut haben. Der Verbrauch in Wohngebäuden sank durchschnittlich um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreswinter. Trotzdem stiegen die Kosten für viele Verbraucher wegen der steigenden Energiepreise an.
Die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung, die mit Öl erwärmt wird, betrugen im vergangenen Jahr durchschnittlich 890 Euro. Das sind 40 Euro mehr als 2010 (+ 4,7 Prozent). Besser traf es hingegen Mieter mit Erdgasheizungen. Sie zahlten bei einer vergleichbaren Wohnfläche nur 715 Euro und damit 90 Euro weniger als im Vorjahr (- 11,2 Prozent). Auch die Bezieher von Fernwärme profitierten vom milden Winter. Ihre Kosten sanken im Schnitt um 95 Euro auf 785 Euro (- 10,8 Prozent).
Seit 2005 liefert der Bundesweite Heizspiegel jährlich aktualisierte Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für zentral beheizte Wohngebäude. Projektpartner ist der Deutsche Mieterbund e.V. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt.
Die Broschüre zum Heizspiegel 2012 steht zum Download zur Verfügung. dhz