Energiewende Die Bundesregierung setzt auf Windkraft

Nachdem die Bundeskanzlerin bei ihrem internen Energiegipfel in dieser Woche neue Förderbedingungen für Offshore-Windparks gefordert hat, möchte nun auch Bundesverkehrsminister Ramsauer die Windkraft ausbauen. Er setzt jedoch auf den Ausbau der Windkraft an Land.

Mehr Strom aus Windkraft zu erzeugen, ist das Ziel der Bundesregierung. Doch zuerst muss sie dafür die Stromnetze ausbauen. - © DeVIce/Fotolia

Über die Solarförderung und die zukünftigen Ausgaben für die Einspeisung des Sonnenstroms wird immer noch gestritten und auch bei der energetischen Gebäudesanierung kommen Bund und Länder nicht weiter. Um die Energiewende trotzdem auf der Tagesordnung zu belassen, ist nun die Windkraft dran. Sie soll nach dem Willen von Kanzlerin Merkel und von Verkehrminister Ramsauer weiter ausgebaut werden.

Das wirtschaftlichste Ausbaupotenzial

Angesichts der Verzögerungen beim Ausbau der Windenergie-Gewinnung vor der Küste, da noch immer die notwendigen Stromnetze fehlen, will  Ramsauer den Ausbau der Windkraft jedoch entgegen der Pläne der Kanzlerin an Land forcieren. Nicht nur auf dem Meer, auch an Land gebe es noch viele Ausbaumöglichkeiten, sagte Ramsauer dem "Hamburger Abendblatt". Die Windenergie an Land habe kurz- und mittelfristig das wirtschaftlichste Ausbaupotenzial, hieß es der Zeitung zufolge aus seinem Ministerium.

Ramsauer forderte die Kommunen auf, die Planung für den Ersatz alter Windräder durch leistungsstärkere einfacher zu gestalten. "Wir wollen leistungsfähigere Anlagen an gut geeigneten und landschaftsverträglichen Standorten, anstatt auf jeder verfügbaren Parzelle ein einzelnes altes Windrad", sagte er. dhz/dapd