Jahresbericht der Bundesnetzagentur Jedes zweite eilbedürftige Ausbauprojekt im Stromnetz in Verzug

Am heutigen Freitag soll der "Monitoringbericht 2011" der Bundesnetzagentur veröffentlicht werden. Vorab ist durchgesickert, dass sich die Stromnetze offenbar zur Großbaustelle der Energiewende entwickeln. Die Hälfte der besonders eilbedürftigen Ausbauprojekte soll in Zeitverzug sein, die Stromnetze hätten den Rand der Belastbarkeit erreicht.

Der Ausbau der Netze ist das "Gebot der Stunde" - © Fotolia

Zwölf von insgesamt 24 eilbedürftigen Projekten zum Ausbau des Stromnetzbereiches der Bundesrepublik hinkt hinter den Zeitplänen zurück, berichtet das Handelsblatt. Der Zeitverzug soll sich zwischen einem und maximal vier Jahren bewegen. Bei ihrer Aufstellung bezieht sich die Bundesnetzagentur auf Stromleitungen, die mit der Einführung des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) im August 2009 als vordringlich eingestuft wurden.

Der Ausbau der Netze sei daher das "Gebot der Stunde“, heißt es im Bericht weiter. Die über das EnLAG hinaus geschaffenen Beschleunigungsmöglichkeiten beim Netzausbau müssten "rasch ausgeschöpft werden".

Im Zuge der Stilllegung der acht Kernkraftwerke nach der Atomkatastrophe von Fukushima sowie der Integration der erneuerbaren Energien seien die Stromnetze am Rande ihrer Belastbarkeit angekommen. Nun wären "besondere Anforderungen“ an die Netzbetreiber gestellt.