Bewegung, virtueller Spieleabend und Plätzchen backen 5 Tipps gegen den Corona-Blues an Weihnachten

Geschlossene Läden und eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten: Während des Lockdowns vor und über Weihnachten müssen die Menschen auf einiges verzichten. Aber man muss nun nicht auf dem Sofa versacken.

Wem die größere Runde mit Freunden und Familie fehlt, kann zum Beispiel eine virtuelle Spielerunde einläuten. – © igishevamaria – stock.adobe.com

Geschenke einkaufen, ein Besuch beim Friseur und dann zum Treffen mit Freunden an den Glühweinstand: Vor Weihnachten 2020 fällt all das wegen der Corona-Beschränkungen aus. Zu Hause braucht es aber nicht langweilig zu werden. Ein paar Tipps für die Zeit bis zum Heiligabend.

Tipp 1: Bewegen statt im Sofa versinken

Die Versuchung, daheim einfach im Sofa zu versinken, ist in diesen Tagen groß. Trotzdem sollte man sich aufraffen, um Sport zu machen und vor die Tür zu gehen, sagt der Motivationscoach Christoph Ramcke aus Hamburg. Hierbei helfe eine Taktik der kleinen Schritte.

Man neige dazu, sich vieles für den Lockdown vorzunehmen, nach dem Motto: Jetzt habe ich ja Zeit und kann 20 Sachen angehen. Nicht selten fällt aber die Bewegung hinten runter. „Deshalb einmal am Tag eine Viertelstunde spazieren gehen – und zwar zügig“, rät Ramcke. „Das sollte bereits fest in die Tagesstruktur eingebaut werden.“

Tipp 2: Last-Minute-Plätzchen für die gute Laune

Fast nichts duftet weihnachtlicher als Plätzchen frisch aus dem Ofen. Eine kleine Backsession sorgt nun nicht nur für leckeren Nachschub, sondern auch für Gemütlichkeit und gute Laune.

Zimtsterne und Lebkuchen – diese Klassiker sind nach wie vor im Trend, ist Konditormeisterin Anne Blatter aus Singen überzeugt. Es komme einfach darauf an, das Gebäck neu zu interpretieren. Das bedeutet allerdings nicht, dass man viele weitere Gewürze oder Verzierungen benötigt. Ein paar kleine Kniffe verleihen den Plätzchen schon etwas Besonderes. „Man kann zum Beispiel mal probieren die Vanille durch Tonkabohne zu ersetzen. Das verleiht den Plätzchen eine ganz besondere Note und im Übrigen ist Tonkabohne viel günstiger als Vanille“, erzählt Blatter.

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Tipp 3: Telefonate und digitaler Spieleabend gegen das Alleinsein

Im Lockdown kann das Gefühl der Isolation auf die Stimmung drücken. Allerdings können gerade Weihnachten und der Jahreswechsel gute Gelegenheiten sein, mit Menschen wieder in Kontakt zu treten, mit denen man schon lange mal wieder sprechen wollte. Das geht zum Beispiel durch Telefonrunden, rät die Deutsche Depressionshilfe. Es könne dabei guttun, auch Themen jenseits von Corona zu besprechen.

Wem die größere Runde fehlt, kann eine virtuelle Spielerunde einläuten, rät die Heimat Krankenkasse. Dafür braucht es nicht unbedingt komplizierte Technik – je nach Spiel reicht Smartphone oder Computer. Über Messenger-App, Skype, Facetime oder Zoom ist die virtuelle Konferenz schnell eingerichtet, und einer Runde „Kniffel“ oder „Mensch ärgere dich nicht“ steht nichts im Weg.

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Tipp 4: Entspannen im Aromabad

Im Winter können viele Menschen Wellness gut gebrauchen – doch Spas und Bäder sind nun gerade geschlossen. Wellness geht aber auch zu Hause, zum Beispiel mit einem entspannenden Aromabad, sagt Birgit Huber vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Unterschiedliche Düfte können dabei bewusst eingesetzt werden.

So helfe gegen Müdigkeit nach einem langen Tag ein Badezusatz mit ätherischen Ölen aus Kräutern. Lavendel wirke beruhigend, Rosmarin werde aufgrund seiner entspannenden Wirkung geschätzt. Zimt hingegen hat einen belebenden Effekt, während Düfte aus Mandarine und Zitrone einen aufheiternden, anregenden Charakter haben, sagt die Expertin.

Tipp 5: Weihnachtsgottesdienst im heimischen Wohnzimmer

Um sich der Gefahr einer Ansteckung nicht auszusetzen, gehen viele Familien zu Weihnachten auch nicht in einen Gottesdienst. Doch die festliche Stimmung muss nicht leiden. Theresa Brückner, Pfarrerin für Kirche im digitalen Raum im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg in Berlin, empfiehlt deshalb, sich auf der Website der eigenen Gemeinde oder telefonisch im Gemeindebüro zu digitalen Angeboten zu informieren.

Wer kein digitales Angebot wahrnehmen kann oder will, hat natürlich die Möglichkeit die Weihnachtsgeschichte zu Hause zu lesen, Gebete zu sprechen oder christliche Lieder zu singen, rät Brückner. dpa