Was ist passiert, dass sich der Winter hierzulande so lange hält? Es ist schon beinahe zum Verzweifeln, wie hartnäckig der Frost in diesem Jahr ist. Auch in den Handwerksbranchen haben sich Schnee und Kälte auf die Geschäftssituation ausgewirkt. Aus diesem Grund hat die die Deutsche Handwerks Zeitung nachgefragt: Inwieweit beeinflusst der Winter das Geschäft?

Klaus Götze, Dachdeckermeister aus Mannheim.
"Der lange Winter wirkt sich fatal auf unser Geschäft aus. Wir hatten drei Monate, während denen wir kaum arbeiten konnten. Die Kosten laufen natürlich weiter. Dies kann zu Liquiditätsproblemen führen. Die Kunden befinden sich auch noch im Winterschlaf und Aufträge trudeln nur langsam ein. Wir hoffen, dass es im April endlich besser wird."
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Rudolf Waxenberger, Maurermeister aus Erding.
"Als Bauunternehmen sind wir natürlich saisonbedingt gehandicapt. So lange Frosttemperaturen herrschen, sind die Baustoffe einfach nicht zu bearbeiten. Außerdem können wir das den Mitarbeitern nicht zumuten. Wir versuchen dann vor allem auf den Innenausbau auszuweichen, aber da sind wir natürlich nicht die einzigen."
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86952990_2c0eaff62dWerner Luther, Geschäftsführer von Eigner Bau aus Nördlingen.
"Unsere Umsätze im Januar und Februar sind ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Im März gab es Einbußen, die aber nicht so gravierend sind. Auch bei der Zahl der geleisteten Stunden kommt der lange Winter gar nicht so stark zur Geltung. Wir hoffen, den Umsatzrückgang vom März in den kommenden Monaten auszugleichen."
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Torsten Deidersen, Dachdecker und Klempnermeister aus Anrode.
"Ende März ist die Saisonkurzarbeit ausgelaufen, aber wir können witterungsbedingt nicht alle Arbeiten auf dem Dach ausführen. Der Auftragsstau wirkt bis in den Mai und Juni. Manche Kunden machen extra Urlaub. Da müssen wir pünktlich sein, obwohl viel liegen geblieben ist. Voriges Jahr konnten wir schon im Februar aufs Dach."
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seite2-umfrage-51-Michael Scholz, Gas- und Wasserinstallateurmeister aus Freiberg/Neckar.
"Der Winter war zwar lang, aber deswegen für uns nicht arbeitsintensiver. Bis auf den Ausfall von fünf Anlagen wegen Wartungsversäumnissen gab es keine besonderen Vorkommnisse. Im verganenen Winter war es schlimmer. Da waren nach lang anhaltenden sehr tiefen Temperaturen einige Heizungsanlagen in die Knie gegangen." dhz




