Ifo-Index sinkt zum vierten Mal in Folge Stimmung in der Wirtschaft trübt sich weiter ein

Die Unternehmer in Deutschland werden pessimistischer: Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, ging im Juli weiter zurück, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Das ist der vierte Rückgang in Folge.

Im Vormonat war der Ifo-Index bereits um 1,9 Punkte auf den niedrigsten Stand seit März 2010 gefallen. Damals stand der Index bei 102,0 Punkten. Für die Erhebung befragt das Ifo-Institut monatlich etwa 7.000 Firmen.

Der Rückgang fällt jedoch weniger stark aus als im Vormonat. Während die aktuelle Geschäftslage nur leicht nachgegeben hat, zeigen sich die Unternehmen verstärkt pessimistisch bezüglich ihrer Geschäftsentwicklung. Die deutsche Konjunktur schwächt sich weiter ab.

Bauunternehmer rechnen mit weniger Aufträgen

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich jedoch das Geschäftsklima nach drei Rückgängen in Folge wieder aufgehellt. Dies ist nach Ansicht der Münchner Ifo-Experten darauf zurückzuführen, dass sich die Lageeinschätzung der Unternehmen nach dem Einbruch vom Vormonat etwas erholt hat.

Jedoch haben sich die Geschäftserwartungen weiter eingetrübt. Erstmals seit fast drei Jahren sind auch die Erwartungen an das Exportgeschäft überwiegend leicht negativ.

Im Bauhauptgewerbe hat das Geschäftsklima leicht nachgegeben. Die befragten Bauunternehmer berichten zwar von einer leicht verbesserten Geschäftslage. Ihre Aussichten für das kommende halbe Geschäftsjahr haben sich jedoch weiter eingetrübt. rh