Sozialabgaben Arbeitnehmer haben draufgezahlt

Die Sozialbeiträge und die Lohnsteuern, die die deutschen Arbeitnehmer im vergangenen Jahr gezahlt haben, erreichen neue Rekordwerte. Sie liegen durchschnittlich um 553 Euro höher als noch 2010. Die neuesten Zahlen des Bundesarbeitsministeriums zeigen, dass nie zuvor so viel gezahlt wurde.

Im Vorjahr sind die Abzüge durch Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitnehmer besonders stark gestiegen. - © Gina Sanders/Fotolia

9943 Euro hat ein deutscher Durchschnittsverdiener im Jahr 2011 an Staat und Sozialkassen gezahlt. Das berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf die Zahlen des Bundesarbeitsministeriums. Demnach haben deutsche Arbeitnehmer noch nie zuvor so viel in die Staatskasse eingezahlt wie im vergangenen Jahr. Die Abgaben stiegen um rund 553 Euro.

Die Lohnsteuer macht's

Besonders stark sind dem Bericht zufolge die Einnahmen über die Lohnsteuer gestiegen: Rund 300 Euro mehr als im Vorjahr waren das laut "Bild" für den Staat. Der durchschnittliche Nettorealverdienst lag dadurch mit 17.650 Euro sogar etwas niedriger als im Jahr 2010 (17.666 Euro).

Wie das Statistische Bundesamt berichtet, hat die Sozialversicherung 2011 insgesamt einen Finanzierungsüberschuss von 13,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das waren 10,9 Milliarden mehr als noch ein Jahr davor. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und der positiven Arbeitsmarktsituation in Deutschland sind sowohl die Einnahmen der Agentur für Arbeit als auch die der Kranken-, Unfall-, Renten-, Pflegeversicherung gestiegen. Sie erzielten insgesamt 2,1 Prozent mehr und damit 526,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben lagen mit 511,9 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahresniveau. dhz