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Google ändert Suchmaschinenalgorithmus "Mobilegeddon": Google straft nicht optimierte Webseiten ab

Ob ein Online-Shop oder die Homepage – Handwerker, die ihre Internetauftritte nicht für mobile Geräte optimiert haben, müssen ab heute mit einer deutlichen Herabstufung in den Suchergebnissen von Google rechnen. Die Suchmaschine stellt ihren Algorithmus um.

Schon vor einiger Zeit hat Google angekündigt, bei seinem Suchalgorithmus künftig für Smartphones und Tablet-PCs optimierte Webseiten in den Suchergebnissen zu bevorzugen, nun macht der Konzern ernst. "Diese Veränderung wird alle mobilen Suchen in allen Sprachen weltweit betreffen und unsere Suchergebnisse signifikant beeinflussen", heißt es von Google dazu.

Eine mobil-optimierte Seite erkennt Google unter anderem an der Text- und Bilddarstellung auf mobilen Webseiten, die an mobile Endgeräte angepasst sind, den Ladezeiten von Videos und an leicht anklickbaren Links. Die genauen Suchkriterien und deren Gewichtung hält Google jedoch unter Verschluss.

Schlechtes Google-Ranking, weniger Umsatz

Ab dem 21. April müssen auch Handwerksbetriebe mit nicht mobile-optimierten Webseiten damit rechnen, in der Google-Suche abgestraft zu werden. Die Folgen können dabei erheblich sein. Taucht ein Online-Shop zum Beispiel nicht mehr auf der ersten Ergebnisseite von Google auf, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein potenzieller Kunde auf seinem Smartphone oder Tablet die Internetseite findet und besucht. Unter dem Strich kann das Umsatzeinbußen nach sich ziehen.

Auch Handwerker, die nur eine schlichte Webseite mit Informationen zum Betrieb, Dienstleistungen und Kontaktdaten online haben, werden schlechter auffindbar.

Schon heute werden etwa 20 Prozent aller Google-Suchanfragen über mobile Endgeräte durchgeführt, Tendenz steigend. Im Online-Handel wird sogar schon knapp ein Drittel der Einkäufe über Smartphones und Tablets getätigt.

Bislang sind laut einer Studie des Handelsinstituts ECC Köln jedoch nur gut die Hälfte aller Online-Shops in Deutschland für mobile Endgeräte angepasst. Immerhin 30 Prozent befinden sich in der Umstellungsvorbereitung. Knapp jeder sechste Shopbetreiber plant noch keine Optimierung. Unter den Webseiten ohne Optimierung befinden sich übrigens auch noch große Handelskonzerne wie C&A und Intersport.

Teure SEO-Agenturen prüfen

Die Kosten einer mobilen Optimierung von Webseiten sind erheblich und dürften nur für größere Handwerksbetriebe tragbar sein. Eine Kosten-Nutzen-Analyse sollte also der erste Schritt sein, bevor eine mobile Optimierung durchgeführt wird.

Das Angebot an Agenturen, die eine Suchmaschinenoptimierung von Webseiten anbieten, ist kaum überschaubar. Handwerker sollten also nicht vorschnell handeln, sondern sich gut informieren, um schwarze Schafe zu erkennen. Wie Sie solche Angebote erkennen, erfahren Sie hier.

Handwerker, die ihre Kundschaft vor allem in der Region finden und ihren Internetauftritt nicht als stark umsatzrelevanten Faktor betrachten, sollten die Kosten der Optimierung genau abwägen. In diesem Fall sollte erst einmal beobachtet werden, wie stark sich der neue Google-Algorithmus auf die Zugriffszahlen der Webseite auswirkt.

 
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