Kräftige Preissteigerungen bei Benzin, Gas und Strom - Konjunktur - deutsche handwerks zeitung

Konjunktur - 11.05.2012

Verbraucherpreise

Kräftige Preissteigerungen bei Benzin, Gas und Strom

Die starken Preisschwankungen an den Zapfsäulen sorgten in den vergangenen Wochen für viel Unmut bei den Verbrauchern. Der aktuelle Verbrauchspreisindex für April 2012 zeigt, dass neben Benzin und Diesel auch die Preise für Heizenergien, Strom und Lebensmittel deutlich angezogen haben.

Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise im April um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Inflationsrate verharrt damit seit über einem Jahr oberhalb der Zwei-Prozent-Marke.

Im April 2012 wurde die Inflationsrate wie in den Vormonaten maßgeblich durch die Preisentwicklung bei Energie bestimmt (+ 5,8 Prozent gegenüber April 2011). Die Preise für Kraftstoffe stiegen binnen Jahresfrist um 6,3 Prozent und erreichten damit einen neuen Höchststand. Die Preiserhöhungen bei den einzelnen Kraftstoffsorten fielen jedoch unterschiedlich aus (Superbenzin: + 7,0 Prozent; Dieselkraftstoff: + 4,5 Prozent). Deutlich teurer gegenüber dem Vorjahr waren im April 2012 auch die Produkte der Haushaltsenergie (+ 5,5 Prozent; darunter Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: + 10,5 Prozent; Gas: + 6,7 Prozent; leichtes Heizöl: + 5,6 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im April 2012 bei + 1,5 Prozent gelegen.

Fleisch deutlich teurer

Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April 2012 mit + 3,0 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau. Binnen Jahresfrist wurden vor allem Fleisch und Fleischwaren (+ 5,9 Prozent; darunter Lammfleisch: + 12,2 Prozenz; Fleischwurst: + 8,8 %) teurer. Auch für Süßwaren (+ 4,7 Prozent; darunter Zucker: + 22,0 Prozent; Schokoladenriegel: + 4,7 %), für Fisch und Fischwaren sowie für Brot und Getreideerzeugnisse mussten die Konsumenten deutlich mehr zahlen (jeweils: + 4,3 %). Günstiger waren im Jahresvergleich dagegen Gemüse (− 1,9 %; darunter Kartoffeln: − 20,1 %). Die Preisentwicklung bei Speisefetten und Speiseölen (− 0,8 %) war im Wesentlichen auf die seit November 2011 beobachteten Preisrückgänge bei Butter zurückzuführen. Butter war im April 2012 um 11,6 % billiger als im April 2011.

Eine tabellarische Übersicht zu den Verbraucherpreisen finden Sie unter destatis.de . sg/destatis

 
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