Kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland haben im vergangenen Jahr besonders viele ausländische Arbeitskräfte beschäftigt. Vor allem das produzierende Gewerbe, die Baubranche und Autowerkstätten setzen laut einer aktuellen Umfrage in fünf europäischen Ländern und den USA auf die hohe Flexibiltät und Motivation der Fachkräfte mit ausländischen Wurzeln. Zusätzlich war aber auch die Kostenersparnis ein Auswahlkriterium.
Deutschland hat die Nase vorn und setzt im Vergleich mit Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden und den USA stärker auf Mitarbeiter aus anderen Ländern. Rund 18 Prozent der kleinen und mittelständischen Betriebe in Deutschland – darunter auch viele Handwerksbranchen – haben im vergangenen Jahr nach Angaben des Spezialversicherers Hiscox ausländische Arbeitskräfte beschäftigt.
Für die Studie wurden insgesamt 3.000 Btriebseigentümer zu ihrer Arbeitsweise, den zukünftigen Herausforderungen in der Arbeitswelt und den eigenen Erfolgsaussichten befragt. Im Unterschied zu Deutschland erreichten die anderen Länder jedoch nur einstellige Werte:
Die Baubranche (14 Prozent), Freizeit- und Gastronomieunternehmen (18 Prozent), aber auch der Einzelhandel (14 Prozent) und die Finanzdienstleisterbranche (11 Prozent) waren Beschäftigungsfelder der ausländischen Fachkräfte. Die Spitzenposition erreicht jedoch die Automobilbranche: Sowohl die produzierenden Unternehmen und Maschinenbaufirmen (23 Prozent) als verstärkt auch die Autowerkstätten (38 Prozent) in den befragten Ländern gaben an, 2011 Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln beschäftigt zu haben.
Die deutschen Betriebe nannten dabei vor allem die erhöhte Flexibilität und Motivation dieser Mitarbeiter als Grund. Nicht unwesentlich ist laut Hiscox aber auch das Argument der Kosteneinsparnis nicht gewesen. An welchen Stellen die Betriebe hierbei Kosten einsparen, lässt die Studie jedoch offen. dhz
Meinung
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Leute
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Reise
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