Seit 70 Jahren deckt der Licht-Sicht-Test jedes Jahr Mängel auf, die im Straßenverkehr gefährlich werden können. Zum Jubiläum wird die Aktion erweitert: Kfz-Meisterbetriebe können auf Wunsch nun auch den allgemeinen Sicherheitszustand des Fahrzeugs prüfen. Was genau gecheckt wird, wie Betriebe mitmachen und welche Materialien der ZDK bereitstellt.

Seit 70 Jahren deckt der Licht-Sicht-Test jedes Jahr Mängel auf, die im Straßenverkehr gefährlich werden können. Und auch heuer rückt die Aktion die Fahrzeugsicherheit wieder in den Fokus, wenn es draußen früher dunkel wird und die Umstellung auf die Winterzeit in Sichtweite ist.
Und die Aktion funktioniert: Rund vier Millionen Fahrzeuge werden jährlich in Tausenden Kfz-Werkstätten unter die Lupe genommen. Im vergangenen Jahr war jeder vierte Pkw und jedes dritte Nutzfahrzeug mit Lichtmängeln unterwegs. Wie im vergangenen Jahr, ist die Aktion auch diesmal erweitert worden: Neben der Fahrzeugbeleuchtung können Kfz-Meisterbetriebe auf Wunsch auch den allgemeinen Sicherheitszustand des Fahrzeugs begutachten. Hinter der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion stehen der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV-Kfz) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW). Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün sieht einen großen Nutzen darin: "Der Check ist schnell gemacht und kann helfen, Mängel frühzeitig zu erkennen.“
Wer erfolgreich teilnimmt, erhält eine Licht-Sicht-Test-Plakette 2026 für die Windschutzscheibe. Rund drei Millionen dieser Plaketten gibt der ZDK in der Regel aus.
Was beim Licht-Sicht-Test geprüft wird
Geprüft wird die komplette Fahrzeugbeleuchtung – von Warnblinkanlage und Fahrtrichtungsanzeiger über Fern- und Abblendlicht bis hin zu Brems- und Nebelleuchten. Kleine Mängel beheben die Kfz-Meister in der Regel sofort und kostenlos. Kostenpflichtig wird es nur bei Ersatzteilen oder aufwendigeren Arbeiten, etwa an Xenon- oder LED-Systemen.
Wer möchte, kann beim Sicht-Test noch mehr prüfen lassen: Wie ist der Zustand von Wischerblättern und Reifen? Gibt es Steinschlagschäden an der Windschutzscheibe? Lohnt sich ein Umstieg von Halogen auf LED? Stellt sich dabei Reparaturbedarf heraus, können die Arbeiten direkt in der Werkstatt erledigt werden – für die Betriebe eine willkommene Möglichkeit, Bestandskunden zu binden und neue zu gewinnen.
Schirmherr ist in diesem Jahr Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU), der die Aktion ausdrücklich unterstützt: "Die Kfz-Betriebe schaffen mit dem Licht-Sicht-Test die technischen Voraussetzungen für sicheres Fahren in Herbst und Winter." Begleitet wird die Aktion von einer Social-Media-Kampagne auf Facebook, Instagram, TikTok und YouTube. Moderatorin Kim Truckenbrodt spricht dort gezielt auch jüngere Autofahrende an.
So können Kfz-Betriebe mitmachen
Der ZDK stellt ein Kommunikationspaket bereit – mit Checklisten, Mängelerfassungsbögen, Kundenanschreiben und Social-Media-Material. Werbemittel wie Plaketten oder Spannbanner gibt es über die Innung oder den Kfz-Meister-Shop.de. Mitgliedsbetriebe erhalten über ihre Innung einen Rabattcode für vergünstigte Konditionen.
Wer seine Mängelstatistik bis zum 6. November 2026 einreicht, nimmt darüber hinaus an der Verlosung eines Scheinwerfereinstellgeräts teil. Außerdem sollten Betriebe sich Werkstattsuche auf licht-test.de eintragen lassen – damit Autofahrende den nächsten Testbetrieb schnell finden.
Gewinnspiel für Kundinnen und Kunden
Wer im Oktober mitmacht, kann auf licht-test.de ein Foto mit der Prüfplakette hochladen und kurz erklären, warum er den Test nutzt. Hauptpreis ist ein E-Auto im Jahresabo. ewö
Weitere Informationen, die Werkstattsuche und das Kommunikationspaket für Betriebe auf der Aktionsseite zum Licht-Sicht-Test 2026