Möchten Sie Ihrem Mitarbeiter das monatliche Ticket für die Fahrt zur Arbeit spendieren, sollten Sie wissen, dass es lohnsteuerlich einen erheblichen Unterscheid macht, ob Sie jeden Monat ein Ticket kaufen oder ein Jahrestickert. Das Jahresticket führt in aller Regel zu einer Steuerbelastung.
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass bei einem Jobticket einem Arbeitnehmer der geldwerte Vorteil in dem Moment zufließt, in dem der Arbeitgeber ihm das Jobticket aushändigt (BFH, Urteil v. 14.11.2012, Az. VR 56/11).
Beispiel: Arbeitgeberin Müller möchte ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun und kauft jedem eine Jahreskarte für die Busfahrt zur Arbeit. Kosten für das Jahresticket 450 Euro. Folge: Da dem Arbeitnehmer bei Aushändigung dieses Tickets in einem Monat 450 Euro zufließen, fallen Lohnsteuer und gegebenenfalls Sozialabgaben an.
Rabatte beachten
Alternative: Würde Arbeitgeberin Müller jeden Monat eine Monatskarte für 37,50 Euro aushändigen, würden weder Steuern noch Sozialabgaben anfallen, weil Sachbezüge bis 44 Euro im Monat frei sind.
Tipp: Ist die Ausgabe von Jobtickets geplant, sollte der Steuerberater im Vorfeld eine Vergleichsrechnung durchführen, ob Jahres- oder Monatstickets günstiger sind. Manchmal erhalten Arbeitgeber ja auch großzügige Rabatte von Verkehrsunternehmen, wenn sie Jahrestickets kaufen. dhz
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