In Deutschland waren dank der robusten Wirtschaftsentwicklung im vergangenen Jahr so viele Menschen erwerbstätig wie nie zuvor. Im Durchschnitt gingen 2012 rund 41,5 Millionen Menschen in Deutschland einer Arbeit nach. Das waren 416.000 mehr als im Vorjahr.

Jedoch fiel der Zuwachs angesichts der schwächelnden Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte nicht so stark aus wie 2011, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damals hatte sich die Zahl der Erwerbstätigen hierzulande noch um 550.000 erhöht.
Zum Jahresende hielten sich die Firmen wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten bei Neueinstellungen zurück. Der entsprechende Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) fiel im Dezember auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Trotzdem ist die Nachfrage nach Arbeitskräften immer noch hoch.
Erwerbstätigenzahl mit sechsten Rekordjahr
Der Rekordstand bei der Erwerbstätigenzahl für 2012 ist nach Angaben der Statistiker der sechste in Folge. Seit 2005 sei die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland um insgesamt 2,66 Millionen gestiegen. 2011 hatte sie erstmals die Marke von 41 Millionen überschritten.
Wie schon 2010 und 2011 sei im vergangenen Jahr vor allem die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten überproportional gewachsen, erklärte das Amt.
Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland ging nach vorläufigen Schätzungen des Bundesamts für Statistik 2012 im Jahresvergleich um 162.00 oder 6,5 Prozent auf durchschnittlich 2,34 Millionen zurück.
Seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts sei die Zahl der Erwerbslosen hierzulande insgesamt um 2,23 Millionen gesunken und habe sich damit nahezu halbiert, erklärten die Statistiker.
Die meisten Zuwächse gab es im Produzierenden Gewerbe mit einem Plus von 94.000 Erwerbstätigen im Jahr 2012 (+ 1,2 %) und im Baugewerbe. Dort wuchs die Zahl der Beschäftigen um durchschnittlich 32.000 Personen (+ 1,3 %). Im Durchschnitt waren 2012 ein Prozent mehr Menschen beschäftigt als ein Jahr zuvor. dapd/rh