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Gesund durch den Winter Winterbaustelle: Fünf Tipps, mit denen Sie einer Erkältung vorbeugen

Wo sich andere ins warme Büro flüchten, trotzen Bauarbeiter wacker den Minusgraden. Um trotz Schmuddelwetter nicht krank zu werden, haben wir fünf Tipps für die Winterbaustelle zusammengestellt, mit denen Handwerker einer Erkältung vorbeugen können.

Es ist kalt, es ist nass – dennoch verrichten Bauarbeiter vielerorts unbeirrt ihre Arbeit. Möglich machen es moderne Techniken und Baustoffe. Sie sorgen dafür, dass die Arbeit auf Baustellen inzwischen auch bei Minusgraden nicht mehr ruhen muss.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist das eine gute Sache. Die Arbeit bei Wind und Wetter zieht allerdings auch Nachteile nach sich. Neben der Unfallgefahr ist auch das Risiko zu erkranken deutlich höher. Arbeitern auf Winterbaustellen drohen hartnäckige Erkältungen und chronische Krankheiten der Atemwege.

Das muss nicht sein: Wer folgende Tipps beherzigt, hat gute Chancen einer Erkältung in diesem Jahr erfolgreich aus dem Weg zu gehen.

1. Erkältung vorbeugen mit der richtigen Kleidung

Es ist eine der ältesten Regeln und wird dennoch oft vergessen oder vernachlässigt. Die richtige Kleidung ist auf Winterbaustellen das A und O. Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern eine persönliche Schutzausrüstung bereitstellen, die für die Arbeit bei Minusgraden geeignet ist. Eine wintertaugliche Wetterschutzkleidung von Kopf bis Fuß ist notwendig.

Für die Arbeit auf der Winterbaustelle sind Schuhe mit rutschfester Sohle unabdingbar. Das Schuhwerk sollte dabei nicht zu eng am Fuß anliegen, damit auch dickere Socken darunter Platz finden. Für Handwerker auf Winterbaustellen empfehlen sich vor allem Strümpfe mit hohem Schaft, da diese mehr Hautfläche abdecken und somit besser isolieren.

Mit dem altbekannten Zwiebellook können Bauarbeiter einer Erkältung vorbeugen. Wäsche aus Fleece bietet den Vorteil, dass sie sowohl Feuchtigkeit aufnimmt als auch wärmt. Im Idealfall besitzt die Unterbekleidung einen hochschließenden Kragen. Für die Schicht darüber empfiehlt sich eine wasser- und winddichte Jacke, beispielsweise aus Mikrofasern. Dasselbe gilt für die Hose. Die Kleidung soll einen optimalen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und Umgebung erlauben.

Abgerundet wird das wintertaugliche Outfit für die Baustelle durch Winterschutzhandschuhe und Kälteschutz für den Kopf. Je nachdem ob Helmpflicht auf der Baustelle besteht kann hierfür eine Wintermütze oder ein Kälte-Bauhelm mit spezieller Styroporschale gewählt werden. Viele Hersteller bieten auch Wintermützen zum Unterziehen als Ergänzung zu ihren Helmen an.

Mitarbeiter sind im Übrigen dazu verpflichtet, die ihnen zur Verfügung gestellte Schutzausrüstung zu tragen. Sobald die Kleidung nass ist, sollte sie unbedingt gewechselt werden.

2. Die richtige Ernährung hilft beim Erkältung vorbeugen

Im Winter sind Handwerker nicht nur schwerer körperlicher Arbeit sondern auch kalten Temperaturen und Nässe ausgesetzt. Mit der richtigen Ernährung kann das Immunsystem gestärkt, die Arbeitsleistung gesteigert und das Wohlbefinden verbessert werden.

Doch wie ernährt man sich überhaupt gesund? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat hierfür zehn Regeln aufgestellt. Mit diesen Ernährungstipps können Bauarbeiter einer Erkältung vorbeugen:

  1. Essen Sie abwechslungsreich und überwiegend pflanzlich
  2. Essen Sie mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag
  3. Wählen Sie bei Getreideprodukten bevorzugt Vollkorn
  4. Essen Sie maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche, dazu ein- bis zweimal pro Woche Fisch
  5. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle wie Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette
  6. Gehen Sie mit Zucker und Salz sparsam um
  7. Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee
  8. Bereiten Sie Lebensmittel schonend zu (wenig Wasser, wenig Fett, nur so lange garen wie nötig)
  9. Nehmen Sie sich Zeit für Mahlzeiten und schlingen sie nicht
  10. Treiben Sie regelmäßig Sport und bleiben aktiv

Entgegen der weit verbreiteten Vermutung schützt die zusätzliche Einnahme von Vitamin C übrigens nicht vor Erkältungen.

3. Ausreichend Schlaf schützt vor Erkältung

Neben einer ausgewogenen Ernährung spielt auch der Schlaf eine wichtige Rolle, um den Körper für kalte Arbeitstage auf der Baustelle zu rüsten. Mindestens sieben Stunden Schlaf sollten Bauarbeiter ihrem Körper gönnen. Regelmäßiger und ausreichender Schlaf kann das Abwehrsystem stärken und somit einer Erkältung vorbeugen.

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4. Hände waschen

Eine Erkältung wird durch Viren verursacht. Diese können überall auf der Baustelle lauern. Ob an Leitersprossen, Werkzeug oder im Firmenfahrzeug. Einen gewissen Grundschutz bieten im Winter bereits die Handschuhe, dennoch werden auch diese hin und wieder abgelegt. Einmal mit den Händen in Virenkontakt gekommen, können sich die Krankheitserreger zügig ausbreiten. Ob nun Schmutz aus dem Auge gefischt oder die Brotzeit mit Händen genascht wird – Viren gelangen schneller in die Schleimhäute von Auge, Mund und Nase als man vermuten könnte. Um einer Erkältung vorbeugen zu können, sollten Hände daher regelmäßig und gründlich mit Seife gewaschen werden. Auch dann, wenn sie nicht sichtbar schmutzig sind.

5. Regelmäßige Pausen und warme Getränke

Auf Winterbaustellen sollten Betriebe die Arbeit so organisieren, dass regelmäßige Pausen möglich sind. Für die Arbeitsunterbrechungen muss ein beheizbarer Pausenraum (21 °C) zur Verfügung stehen. Das kann beispielsweise ein Bauwagen oder ein Baucontainer sein. Die Arbeitsstättenverordnung schreibt außerdem vor, dass sich Bauarbeiter geschützt vor Witterungseinflüssen umziehen, waschen und wärmen können müssen. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern zusätzlich heiße Getränke anbieten. Gestärkt und aufgewärmt ist das Risiko einer Erkältung deutlich geringer. fre

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