Statistisches Bundesamt Wieder weniger Unternehmensinsolvenzen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sinkt. Sie lag im August dieses Jahres 2,9 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat ein Jahr zuvor. Dabei zeigt die langfristige Entwicklung, dass die Zahl 2011 bereits zum zwölften Mal in Folge zurückging.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, meldeten die deutschen Amtsgerichte im August 2011 insgesamt 13.846 Insolvenzen. Davon waren 2.583 Unternehmensinsolvenzen, 9.061 waren Insolvenzen von Verbrauchern. Die restlichen Meldungen stammen von Personen, die als Gesellschafter tätig waren, ehemals selbstständig Tätigen und Nachlässen.

Über zwei Milliarden offene Forderungen

Nach stärker als die Unternehmensinsolvenzen ging die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zurück. Sie sank im August 2011 verglichen mit August 2010 um 5,1 Prozent. Hier zeigte die Entwicklung des vergangenen Jahres jedoch, dass es im Mai 2011 einen kurzfristigen Anstieg gab. Dieser lag bei einem Plus von 9,7 Prozent.

Die offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte laut Statistischem Bundesamt bei allen Insolvenzen auf rund 2,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 4,1 Milliarden gewesen. jtw