Sparpläne Wie Sie mit kleinen Beträgen ein Vermögen aufbauen

Wer monatlich 100 Euro über einen Zeitraum von 20 Jahren in Fonds spart, hat am Ende der 40.753,79 Euro zur Verfügung. Ohne Trick, mit wenig Risiko, sondern pure Mathematik.

Schon mit kleinen monatlichen Sparraten kann man Vermögensaufbau betreiben. - © Farknot Architect - stock.adobe.com

Die Inflation lässt erwarten, dass die Gehälter in den kommenden Monaten deutlich steigen werden. Auch wenn es bei steigenden Preisen für die Lebenshaltung zunehmend schwerfällt, auch noch den Vermögensaufbau zu betreiben. Die Lohnrunden sollten genutzt werden, mit kleinen monatlichen Sparraten Vermögensaufbau zu betreiben.

Hohe Rendite mit monatlicher Sparleistung

Unterstellen wir, ein Sparer hat 100 Euro im Monat für den Vermögensaufbau zur Verfügung. Er investiert das Geld in einen Investmentfond, der breit gestreut in unterschiedliche Assetklassen anlegt und dabei mit einer höchst möglichen Aktienquote agieren kann.

Die monatliche Sparleistung von 100 Euro wird über 20 Jahre durchgehalten und der Fonds erzielt im Durchschnitt eine Rendite von fünf Prozent vor Steuern. Nach den willkürlich gewählten 20 Jahren wurden insgesamt 24.000 Euro aus eigener Kraft angelegt. Inklusive der Wertentwicklung stehen dem Anleger am Ende der Ansparphase 40.753,79 Euro zur Verfügung.

Den Cost Average Effekt nutzen

Dabei ist es nicht ausschlaggebend, dass der Fonds eine gleichbleibende Rendite von genau fünf Prozent jährlich erzielt. Es kommt vielmehr darauf an, die Sparleistung in guten und in schlechten Börsenphasen fortzuführen. Der Effekt: In schlechten Phasen werden für die 100 Euro mehr Anteile des Fonds erworben als in guten und teuren Phasen. Die entstehende Glättung des durchschnittlichen Einstandskurses nennt sich Cost Average Effekt und trägt maßgeblich zum Gesamterfolg des Vermögensaufbaus bei.

Vorteilhaft ist es zudem, möglichst lange zu sparen, also im jungen Alter mit einem Fondssparplan zu beginnen. Wird der Anlagehorizont im gewählten Beispiel von 20 auf 30 Jahre verlängert, ergibt sich sogar ein Mehrwert von 45.885,88 Euro bei identischer jährlicher Renditeerwartung.

Aufgrund der langen Ansparphase und des Cost Average Effektes können Anleger bei der Wahl des Fonds mutig sein und eine hohe Aktienquote wählen. Die Aktienmärkte werden während der Laufzeit mehrere Höhen und Tiefen durchlaufen. Das wird sich immer zugunsten des Anlegers auswirken. Wichtig ist nur, mutig zu beginnen, einen Betrag zu wählen, der möglichst langfristig zur Verfügung steht und den Mut auch in schlechten Börsenphasen nicht zu verlieren.

Zum Autor: Dr. Andreas Schyra ist Vorstandsmitglied der PVV AG in Essen.