Messenger-Marketing WhatsApp holt Newsletter für Unternehmen zurück

Über "Non-transactional Notifications" dürfen Unternehmen ihre Newsletter wieder über WhatsApp verschicken. Allerdings ist das nicht kostenlos – und es gibt bestimmte Voraussetzungen zu beachten.

Unternehmen, die "WhatsApp Business API" nutzen, können unter bestimmten Vorgaben wieder Newsletter an ihre Kunden versenden. - © Denys Prykhodov - stock.adobe.com

Im Dezember 2019 war für Unternehmen Schluss mit Whatsapp-Newslettern: Damals stellte der Messenger-Dienst in seinen Richtlinien klar, dass der automatisierte Massenversand von Nachrichten verboten ist. Auch Handwerksbetriebe mussten den Versand ihrer werblichen Newsletter stoppen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Nun gibt es gute Nachrichten für alle, die diese Option vermissen: Ab sofort können Unternehmer ihre News wieder über "WhatsApp Business API" verschicken – und zwar unter dem Begriff "Non-transactional Notifications", sprich Push-Nachrichten. Das zumindest berichten die Münchener Spezialisten für Messenger-Kommunikation, MessengerPeople, auf ihrem Blog. Allerdings sind dabei bestimmte Vorgaben zu beachten – und der Versand ist für Unternehmen nicht kostenlos.

Vorraussetzungen für den Versand von WhatsApp-Newslettern

Eine Vorgabe, um Newsletter über Notifications versenden zu können, sei das Angebot einer Opt-in-Option bzw. einer Opt-out-Option für Nutzer. Das bedeutet, dass Empfänger den Erhalt des Newsletters zunächst zustimmen müssen und zudem eine einfache Möglichkeit erhalten müssen, sich jederzeit vom Versand abzumelden. Das Opt-In müsse nicht nur Richtlinien von WhatsApp entsprechen, sondern in Deutschland auch den Richtlinien der DSGVO, so MessengerPeople.

Zudem müssten Unternehmen für ihre Newsletter Templates anlegen, die WhatsApp anfangs einmal prüfe und freiggeben müsse. Auch achte WhatsApp darauf, dass kein Spam versendet wird. "Wird ein Unternehmen zu oft als Spam gemeldet, stuft WhatsApp das Unternehmen zurück, sodass es nur noch wenige Notification verschicken darf", heißt es im Blogbeitrag. Anfangs könnten Unternehmen Notifications an 1.000 Nutzer innerhalb eines fortlaufenden 24-Stunden-Zeitraums verschicken. Diese Anzahl lasse sich jedoch hochsstufen.

Diese Arten von WhatsApp-Newslettern gibt es

Grundsätzlich gibt es laut MessengerPeople zwei Arten, wie Betriebe über WhatsApp mit Kunden in Kontakt treten können:

Kontakt über Session Messages

Dabei handelt es sich um Nachrichten von Unternehmen an Kunden. Voraussetzung ist, dass der Kunde eine Konversation mit dem Unternehmen auf WhatsApp initiiert hat. Klassisches Beispiel ist der Kundenservice via WhatsApp, über den Kunden mit ihren Fragen an Firmen herantreten können.

Neue Option: Kontakt über Template Messages

Über "Non-transactional messages", die zu den sogenannten "Template Messages" gehören, können Unternehmen vorgefertigte ausgehende Nachrichten an ihre Kunden versenden – dazu zählen etwa Sonderangebote, Produktempfehlungen, Rabatte oder andere Neuigkeiten. Die Notifications erfordern ein Opt-in der Kunden. Laut MessengerPeople sind diese vergleichbar mit einer Service-SMS, wie man sie etwa vom Onlinebanking oder einer Bestellbestätigung kennt.

Betriebe müssen Kosten beachten

Laut MessengerPeople sind WhatsApp-Nachrichten für Kunden immer kostenlos. Unternehmen hingegen müssten für den Versand von Notifications bezahlen, wenn diese außerhalb eines 24-Stunden-Service-Fenster an den Kunden versendet werden. In Deutschland müssten Unternehmen momentan 0.0766 Euro pro versendetem Newsletter zahlen.