Eine plötzliche oder lang andauernde Erkrankung kann das Unternehmen viel Geld kosten.
Barbara Oberst

Wenn die Gesundheit streikt
Erst eine Knieoperation, ein halbes Jahr später eine weitere Operation am anderen Knie, kurz darauf eine Hüftoperation mit Komplikationen, dann ein Bandscheibenvorfall und, als würde das nicht genügen, auch noch Herzprobleme: Für Heinz Kaltenbach waren die letzten zweieinhalb Jahre hart. "Ich hab gedacht, ich schaff bis 70, 72", erklärt der Metzgermeister aus Schönwald im Schwarzwald. Tatsächlich kann der 67-Jährige schon seit Monaten nicht mehr in seinem Betrieb arbeiten. Noch hält seine Frau das Geschäft mit Hilfe zweier Gesellen, einer Verkäuferin und zweier Aushilfen am Laufen. "Aber wenn das so weitergeht, muss ich passen. Meine Frau ist zu stark belastet", sieht Kaltenbach ein. Weil er bisher keinen Nachfolger für seinen Betrieb gefunden hat, fällt Kaltenbach der Gedanke ans Aufhören sehr schwer.
Bei allen Problemen hat der Unternehmer aber auch Glück: Die vollen 44 Jahre seiner Selbstständigkeit hat er in seine private Krankenversicherung bei der Signal Iduna eingezahlt. Das zahlt sich jetzt aus. Chefarztbehandlung und Einbettzimmer im Krankenhaus waren Kaltenbach sehr wichtig, aktuell profitiert er aber vor allem von der "medizinischen Assistance" seiner Versicherung. Ein Team aus Ärzten, medizinischem Fachpersonal und Versicherungskaufleuten betreut im Rahmen dieser "medizinischen Assistance" Kunden der Signal Krankenversicherung.
Die Experten beantworten Fragen zum Krankheitsbild, helfen bei der Suche nach geeigneten Fachkliniken, beschaffen Hilfsmittel, organisieren Transporte zu Kliniken oder Behandlern und sorgen, wo nötig, nach einem Krankenhausaufenthalt für eine ambulante Weiterbehandlung. Für Kaltenbach ein Glücksfall. "Frau Klemme hat mir einen Rollstuhl organisiert, sie ruft mich alle ein bis zwei Wochen an, um zu hören, wie es mir geht", berichtet der Metzgermeister anerkennend. Um ihren Versicherten unnötige Wege und Wartezeiten zu ersparen, zieht Kaltenbachs Signal Iduna Betreuerin Sandra Klemme auch viele Fäden im Hintergrund. "Ich spreche mit den behandelnden Ärzten, ob weitere Therapien, Medikamente oder eine Reha nötig sind", nennt sie Beispiele. So bekommt Heinz Kaltenbach regelmäßig Massagen und Lymphdrainagen, damit er nach der langen Phase des Liegens wieder mobil wird.
Möglichst schnell wieder gesund zu werden wäre der Traum von Kaltenbach, nicht nur, um seine Frau zu entlasten, sondern auch, um noch so lange in der Metzgerei zu arbeiten, bis doch ein Nachfolger gefunden ist. Schließlich hat der Unternehmer zeit seiner Selbstständigkeit auf eine gute Einrichtung seiner Metzgerei geachtet und möchte sein Lebenswerk nicht einfach so aufgeben. "Die Maschinen sind alle auf dem neuesten Stand; Produktion, Kühl- und Verkaufsräume sind alle auf einer Ebene. Ein Nachfolger könnte direkt weitermachen", betont Kaltenbach. Immerhin: Selbst wenn der 67-Jährige aus gesundheitlichen Gründen aufgeben muss, ohne den Betrieb vorher verkaufen zu können, bleibt er doch gut versorgt. Nicht nur auf eine gute Krankenversicherung hat der Handwerker geachtet, sondern auch auf eine ausreichende Altersvorsorge.