Kolumne Welche Aufgaben hat ein Ausbildungsberater?

Ausbildungsberater unterstützen nicht nur bei der Durchführung der Ausbildung, sie kontrollieren auch, ob Betriebe die Pflichten einhalten. Peter Braune ist selbst Ausbildungsberater. In seiner aktuellen Kolumne erklärt er, welche Aufgaben und Rechte die Fachkräfte von der Handwerkskammer haben.

Handwerker mit Checkliste: Zu den Aufgaben der Ausbildungberater gehört der regelmäßige Besuch der Ausbildungsstätten.

Einbruchmeldeanlagen sind technische, elektronisch betriebene Einrichtungen, die dem Objekt- und Personenschutz dienen. So steht es auf Wikipedia. Um den Fachkräftenachwuchs für sein Unternehmen zu sichern, bildet der Inhaber eines Betriebes, der diese Produkte herstellt und wartet, schon seit vielen Jahren erfolgreich junge Menschen im Beruf Informationselektroniker und Informationselektronikerin aus. Dieser Erfolg gründet aber nicht nur auf seinem Können und die Erfahrungen, die er bei der Ausbildung gesammelt hat.

Seine zuständige Handwerkskammer ist nach der Handwerksordnung verpflichtet, die Durchführung der Ausbildungsverhältnisse zu überwachen und die daran Beteiligten durch die geeignete Beratung zu fördern. Zu diesem Zweck beschäftigt sie entsprechende Fachkräfte in der Ausbildungsberatung. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, pflegt der besagte Meister also engen Kontakt zu seinem Ausbildungsberater. Dieser läd einmal im Jahr die an der Berufsausbildung beteiligten Personen aus Betrieb und Berufsschule zu einem Erfahrungsaustausch ein.

Bei diesen Themen unterstützen Ausbildungsberater

Ausbildungsberaterinnen und -berater erfüllen ihre Aufgaben aber auch durch Besuche der Betriebe, regelmäßige Sprechstunden, Einzel- oder Gruppenberatungen oder Informationsveranstaltungen. Dabei gehen sie bei ihrer Zeitplanung davon aus, die in ihrem Bereich liegenden Ausbildungsstätten mindestens einmal im Jahr aufzusuchen. Und sie berücksichtigen, dass Ausbildungsstätten bei bestimmten Anlässen, wie zum Beispiel einer Beschwerde, mit Vorrang besucht werden.

Zu ihrer Beratung gehören die Ausbildungsmöglichkeiten und -pflichten sowie alle Fragen rund um den Ausbildungsvertrag. Es geht auch um die Art und Einrichtung der Ausbildungsstätte und das angemessene Verhältnis zwischen den Fachkräften und Auszubildenden. Weitere Themen sind die persönliche und fachliche Eignung des Ausbildungspersonals und die sachliche und zeitliche Gliederung der Lehrzeit. Oft muss über die Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildungszeiten gesprochen werden. Leidige Themen sind die Führung der Ausbildungsnachweise, der Berufsschulbesuch oder die Teilnahme an den Ausbildungsmaßnahmen außerhalb des Betriebs.

Ausbildungsberater dürfen Ausbildungsnachweise anfordern

Die Ausbildenden sind nach dem Berufsbildungsgesetz verpflichtet, den Ausbildungsberatern notwendige Auskünfte zu erteilen und die geforderten Unterlagen wie Ausbildungsnachweise vorzulegen sowie die Besichtigung der Ausbildungsstätten zu gestatten. Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater wiederum sind zur Verschwiegenheit über die Geschäftsgeheimnisse verpflichtet.

Mit fortschreitender Lehrzeit stehen die Zwischen- und Abschlussprüfungen auf der Tagesordnung. In regelmäßigen Abständen trifft sich der Ausbildungsberater dann auch mit den Auszubildenden. In diesen Gesprächen kann es oft um die Rechte und Pflichten innerhalb des Ausbildungsverhältnis gehen, aber auch um das Thema Weiterbildung.

Meisterin oder den Meister sollten frühzeitig das Gespräch mit den Fachleuten der Handwerkskammer suchen. Wenn sich Ärger und Unmut aufstauen, können Probleme bei der Ausbildung immer größer werden.

Ihr Ausbildungsberater Peter Braune

Peter Braune hat Farbenlithograph gelernt, war Ausbilder und bestand in dieser Zeit die Ausbildungsmeisterprüfung. Er wechselte als Ausbildungsberater zur Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Dort baute er dann den gewerblich-technischen Bereich im Bildungszentrum auf und leitete die Referate gewerblich-technischen Prüfungen sowie Ausbildungsberatung, zu der auch die Geschäftsführung vom Schlichtungsausschuss gehörte. Danach war er Referent für Sonderprojekte.